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Kreisliga A: Überraschung beim A-Ligisten TuS Laer 08

Ron Konermann hört am Saisonende auf

Laer

Der TuS Laer muss den Trainerstuhl der ersten Mannschaft neu besetzten. Das kommt komplett überraschend, denn eigentlich sollte und wollte Ron Konermann seine erfolgreiche Arbeit bei den 08ern fortsetzen. Aber nachvollziehbare Gründe sorgten jetzt dafür, dass der Coach seinen Posten zur Verfügung stellt. Nun beginnt die Suche nach einem Nachfolger.

-etv-

Wird am kommenden Sonntag gegen die SF Gellendorf sein vorerst letztes Heimspiel leiten: Ron Konermann. Foto: Thomas Strack

Paukenschlag beim A-Ligisten TuS Laer 08! Trainer Ron Konermann zieht nach vier Jahren an der Seitenlinie der Schwarz-Gelben jetzt unfreiwillig die Reißleine. Dabei hatten sich Coach und Vorstand Anfang des Jahres noch auf eine weitere Zusammenarbeit bis Sommer 2023 geeinigt.

„Aus persönlichen Gründen muss ich mein Amt niederlegen, ein Krankheitsfall in der Familie“, begründet der gebürtige Borghorster seinen unerwarteten Ausstieg. „Außerdem werde ich im September Vater und habe dann nicht mehr genug Zeit für den Trainerjob.“

Die Entscheidung ist dem 31-Jährigen keinesfalls leicht gefallen: „Ich war stets mit Herzblut dabei. Es hat mir hier in Laer unfassbar viel Spaß gemacht, die Jungs sind mir allesamt ans Herz gewachsen. Ich hätte sie gerne weiter auf ihrem Weg begleitet und gesehen, wie sie sich noch weiter verbessern.“

Konermann wäre nach der Sommerpause in seine fünfte Spielzeit als 08-Coach gegangen. „Ich bin absolut zufrieden mit dem, was wir auf die Beine gestellt haben. Am liebsten hätte ich mich mit dem Aufstieg verabschiedet, dennoch ziehe ich ein positives Fazit“, blickt der mittlerweile in Gimbte lebende Speditionskaufmann auf seine Zeit beim TuS zurück. In seiner ersten Spielzeit kämpfte er noch gegen den Abstieg, seitdem formte Konermann Stück für Stück ein stärkeres Team. Unter anderem schlossen sich höherklassigspielende Akteure wie Marcel Exner, Steffen Köhler und Marcel Lütke Lengerich dem Kader in der „Konermann-Ära“ an.

In der aktuellen Saison wäre beinahe der Bezirksliga-Aufstieg drin gewesen, doch das hat sich spätestens nach der 2:3-Niederlage am Sonntag gegen Tabellenführer FC Eintracht Rheine II erledigt. „Leider haben einige Nuancen dazu geführt, dass es für uns letztlich nicht ganz zum Aufstieg in die Bezirksliga gereicht hat. Dazu zählt vor allem der Kreuzbandriss von Steffen Köhler. Ich hoffe dennoch, dass die Saison jeden ein wenig weiter gebracht hat.“

Ron Konermann verfolgte in Zusammenarbeit mit dem Vorstand auch den Plan, hauptsächlich auf Eigengewächse zu setzen und eine Mannschaft zu bilden, mit der sich die Zuschauer identifizieren können. Dafür stehen unter anderem junge Leute wie Hannes Medding, Felix Eißing, Jasper Höner oder Paul Wesener-Roth.

Wer die Nachfolge auf dem Trainerstuhl antreten wird, steht noch nicht fest. „Wir wollten erst einmal abwarten, bis Ron es der Mannschaft mitgeteilt hat. Vorher sollte mit neuen Kandidaten noch nichts laufen. Das gehört sich nicht“, gab der Sportliche Leiter Harry Toonen bekannt. „Heute fangen wir mit der Suche nach einem neuen Trainer an.“

Unterstützung bekommen Toonen und Co dabei von Konermann selbst: „Ich kenne mich hier im Kreis ja ganz gut aus und habe daher versprochen, dass ich sie bei der Suche nach einem Nachfolger unterstütze.“

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