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Fußball: Europameisterschaft

Wim Bozelie glaubtnicht an die Elftal

Laer

Morgen treten die Niederlande zum zweiten Spiel im Rahmen der EM 2020 an. Gegner ist Österreich. Ein waschechter Holländer, der in Laer lebt und kickt, Wim Bozelie, äußert sich zu den Chancen der Elftal.

Bis vor fünf Jahren gehörte Wim Bozelie (l.) noch zum Kader der Ersten beim TuS Laer, jetzt kickt er in der Reserve. Foto: G. Saborowski

Wim Bozelie vom TuS Laer 08 arbeit als Geoinformatiker in den Niederlanden, wohnt aber immer noch in Deutschland. Was nicht nur in Coronazeiten für den 39-Jährigen kein Problem ist, sondern generell: „Ich arbeite mit Karten und Satellitenbildern, das kann ich von zu Hause machen“, sagt der „Nur-noch-Spieler“ der zweiten 08-Mannschaft. „Für die Alten Herren bin ich noch zu jung und zu fit“, grinst Bozelie, dessen fußballerisches Herz – wie könnte es anders sein – für die Elftal schlägt.

Den 3:2-Erfolg seiner Landsleute am Sonntag gegen die Ukraine stuft der Laerer als verdient, „aber auch ein wenig glücklich durch das dritte Tor“ ein. „Unsere Stärken liegen in der Offensive, defensiv, hat man ja gesehen, haben wir unsere Probleme. Das liegt wohl auch daran, dass Virgil van Dijk fehlt. Ob Jasper Cillessen oder Maarten Stekelenburg im Tor steht, das ist egal. Die sind beide gleich gut“, vermisst Bozelie in erster Linie den Innenverteidiger vom FC Liverpool, der der Elftal mehr Stabilität geben dürfte. Sein Tipp für die Partie gegen Österreich: „Das Spiel gewinnen wir mit 2:1.“ Was er dann im Kreise seiner Freunde wohl miterleben wird. Clubheim beim TuS? „Ist schwierig mit Corona. aber ich habe viele deutsche Kumpel. Mit denen schaue ich das Spiel an.“

Hinsichtlich Titel und Finale hält sich der 09-Kicker deutlich zurück: „Wir haben auf der Arbeit eine Tipprunde laufen. Da bin ich auch dabei. Ich denke schon, dass de Boer mit seinen Jungs durch die Gruppenphase kommt. Aber dann wird‘s schwierig. Belgien, Portugal, Frankreich und Deutschland sind stärker als wir“, glaubt Wim Bozelie nicht, dass die Niederländer nach zweimaliger unfreiwilliger Abstinenz bei EM- oder WM-Endrunde bis ins Finale vorstoßen werden.

„Uns fehlt oft die letzte Konsequenz. Wir wollen alles spielerisch lösen. Aber manchmal muss man eben auch körperlich mehr dagegen halten“, täte der Elftal laut Bozelie ein bisschen Härte ganz gut

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