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Fußball: SC Greven 09 überquert nächste Pokalhürde gegen Herbern

Landesligaluft – welch süßer Duft

Greven

Der SC Greven 09 hat innerhalb von drei Tagen zwei Landesligisten aus dem Pokal befördert. Nach dem Sieg gegen Vorwärts Wettringen legte die Mannschaft von Marcel Pielage am Dienstagabend gegen den SV Herbern nach. Dominant und souverän.

Von Sven Thiele

Engagiert, druckvoll und letztlich auch abschlussstark: Der SC Greven 09 ließ in der ersten Runde des Kreispokals keinen Klassenunterschied zum SV Herbern erkennen. Hier köpft Mike Liszka aufs Tor. Foto: th

Die Spieler des SC Greven 09 waren längst in der Kabine verschwunden, da redete Herberns Trainer Benjamin Siegert noch immer auf seine Mannschaft ein. Der Gesprächsbedarf nach der 0:3 (0:1)-Niederlage im Kreispokal war beim unterlegenen Landesligisten offenbar groß. Grevens Fußballer dagegen hatten zuvor nach kurzer Ansprache den Platz mit stolzer Brust verlassen. Und das aus gutem Grund, war ihnen doch das Kunststück gelungen, innerhalb von drei Tagen den zweiten Landesligisten aus dem Pokal zu werfen. Der Auftritt gegen den SV Herbern kam dabei einer Demonstration der Stärke gleich.

Emre Kücükosman (23.), Christopher Klaas (76.) und Nicolas Kriwet besiegelten am Dienstagabend den Grevener Erfolg in einem Spiel, in dem nur auf dem Papier zwei Klassen aufeinandertrafen. Auf dem Kunstrasen der Schöneflieth sah das vielmehr so aus: Der von Marcel Pielage offensiv ausgerichtete Bezirksligist machte von Beginn an ordentlich Tempo, während der SV Herbern überwiegend mit Defensivarbeit beschäftigt war. Zu keiner Zeit bekam der Landesligist die Partie in den Griff.

Dabei hatten die Gäste alle Hände voll zu tun, Grevens Offensivspezialisten Mike Liszka und Nicolas Kriwet nicht aus den Augen zu verlieren, die immer wieder überfallartig von Malte Drewes in Szene gesetzt wurden. Drewes, einer der hoffnungsvollen Talente aus der eigenen Jugend, empfahl sich mit seinem Auftritt für die Startelf zum Bezirksligaauftakt am kommenden Sonntag.

Den ersten Treffer des Abends setzte dagegen ein Routinier. Mittelfeldstratege Emre Kücükosman versenkte nach 23 Minuten zum 1:0 und wies damit die Richtung für diesen Pokalabend. Er und seine Mitspieler drängten danach auf das Herberner Tor, trotz guter Möglichkeiten bis zur Pause allerdings ohne weiteren zählbaren Erfolg.

Das änderte sich Mitte der zweiten Halbzeit. Pielage hatte mittlerweile gewechselt und mit Bernd Lakenbrink, Patrick Fechtel und Linus Wolberg noch einmal ordentlich von der stark besetzten Ersatzbank nachgelegt. Lakenbrink setzte auf links fort, was zuvor Drewes über rechts gelungen war. Immer wieder brachte er die Bälle gefährlich ins Zentrum, wo in der 76. Minute der aufgerückte Christopher Klaas lauerte und eiskalt verwertete.

Das war die Vorentscheidung, aber noch nicht der Schlusspunkt. Den setzte das Duo, das auch in der bevorstehenden Bezirksligasaison die Abwehrreihen der Konkurrenz mächtig auf Trab halten dürfte. Der ebenfalls eingewechselte Fechtel setzte sich über links durch, legte mustergültig auf Kriwet vor, der aus drei Metern nur noch vollenden musste. Und wie er vollendete. Mit einem Schuss, der das Tornetz an seine Belastungsgrenze brachte, hämmerte er zum 3:0-Endstand ein. Der Erstrundensieg beschert den Nullneunern in der zweiten Runde am 16. September (19 Uhr) mit dem B-Ligisten Türkiyem Münster eine lösbare Aufgabe.

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