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Relegations-Rückspiel: Spieler glauben an ihre Chance

„Abschreiben sollte uns keiner“

Lotte

Die Zuversicht, sie ist noch nicht gewichen, aber natürlich nicht mehr so groß wie noch vor dem ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die 3. Liga. Das verloren die Sportfreunde Lotte am Mittwoch mit 0:2 bei RB Leipzig und gehen nun mit einem schweren Rucksack ins morgige Rückspiel (14 Uhr connect-M-Arena).

Alfred Stegemann

Schiedsrichterin Bibiane Steinhaus hat die gelbe Karte in der Hand, entscheidet sich, nachdem sie von Leipziger Spielern bedrängt wird, um... Foto: Mrugalla

Die Zuversicht, sie ist noch nicht gewichen, aber natürlich nicht mehr so groß wie noch vor dem ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die 3. Liga. Das verloren die Sportfreunde Lotte am Mittwoch mit 0:2 bei RB Leipzig und gehen nun mit einem schweren Rucksack ins morgige Rückspiel (14 Uhr connect-M-Arena).

Hält man sich die erste Halbzeit der Partie im WM-Stadion von 2006 vor Augen sind die Lippenbekenntnisse der Lotte Spieler nachvollziehbar. Da waren die Sportfreunde eindeutiger Taktgeber. Knackpunkt war der Strafstoß kurz nach der Pause, den Leipzigs agiler Stürmer Sven Kutschke in die Maschen hämmerte. Danach, so meinte es SFL-Trainer Maik Walpurgis, „haben wir zu fahrig gespielt und unsere Linie verloren.“ Wobei RB-Coach Alexander Zorniger selbst davon sprach, dass der Sieg für seine Mannschaft zu hoch ausgefallen sei. Zufrieden war Sportdirektor Ralf Rangnick: „Wir haben ein echtes Ausrufezeichen gesetzt gegen ein Team, das die Regionalliga West dominiert hat. Wir müssen Sonntag dennoch auf der Hut, die Ausgangslage ist aber sehr gut.“

Die Lotter Spieler wollen dem nicht widersprechen, geben sich aber kämpferisch. „Die Aussichten sind nicht mehr ganz so gut, der Traum ist aber noch nicht vorbei“, stellt Tim Gorschlüter klar. Und Kapitän Tobias Willers ergänzt: „Wir haben uns insgesamt gut verkauft, haben es allerdings verpasst, ein Tor vorzulegen. Verdient wäre es gewesen. Wir müssen zuhause unsere Chancen besser nutzen. Wir haben schon viele gute Gegner 3:0 oder höher geschlagen. Wenn uns ein frühes Tor gelingt, will ich mal sehen, wie Leipzig reagiert. Notfalls machen wir es in der Verlängerung. Abschreiben sollte uns keiner.“

Kampfbereitschaft demonstrieren sie, die Sportfreunde. Das gilt auch für Unglücksrabe Amir Shapourzadeh, der in der Nachspielzeit die Rote Karte von Schiedsrichterin Bibiane Steinhaus aus Hannover sah, was Maik Walpurgis als sehr bitter und große Schwächung für das Rückspiel empfindet. „Kotte verlängert den Ball“, erinnert sich der Deutsch-Iraner. „Ich versuche, ranzukommen, ziehe sogar noch zurück, aber treffe den Torwart leicht. Der markiert den sterbenden Schwan und zwinkert seinem Physio noch zu. Erst als die Leipziger heftig protestiert haben, gab es Rot. Für mich war das definitiv nicht berechtigt.“ Merkwürdig war es in der Tat, denn zuvor hatte Steinhaus bereits Gelb gezückt. Gab´s die Hinausstellung wegen Meckerns? „Das kann nicht sein. Ich habe nichts gesagt“, stellt Shapourzadeh klar. Im Rückspiel werde es mit der 0:2-Hypothek schwer, fährt der 30-Jährige fort, aber die Chancen seien auch ohne ihn da.

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