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Regionalliga-Relegationsspiel: Polizei baut Krawallen vor

Balljungen haben Krankenhaus verlassen

Lotte

30 104 Zuschauer verfolgten am Mittwochabend im WM-Stadion von 2006 in Leipzig das erste Relegationsspiel zwischen Rasen-Ballsport und SF Lotte. Das ist neuer Deutscher Rekord für ein Duell zweiter Viertligisten. Die bisherige nationale Bestmarke lag bei 24 795 Zuschauern im Stadtderby zwischen RB Leipzig und 1. FC Lokomotive.

Alfred Stegemann

In Leipzig mischten sich mehrere hundert Chaoten unter die Lotter Fans und verletzten bei Böllerwürfen zwei Balljungen. In Lotte werden keine Ausschreitungen erwartet. Foto: Mrugalla

So viele werden morgen sicherlich nicht in die connect-M-Arena kommen. Gleichwohl wird es einen neuen Stadionrekord geben. Alle Sitzplätze sind ausverkauft. In Lotte wurden 2500 Karten abgesetzt, die gleiche Anzahl wurde in Leipzig an die Frau und den Mann gesetzt.

An der Tageskasse werden nur noch bis zu 1000 Tickets verkauft. Einige Pufferblöcke zwischen den Fangruppen müssen aus Sicherheitsgründen frei bleiben. Der noch amtierende Zuschauerrekord datiert vom 12. März 2011, als 5104 Besucher das Duell zwischen den Sportfreunden und Preußen Münster verfolgten. Diese Marke dürfte geknackt werden.

Zu hoffen bleibt, dass alles ruhig über die Bühne geht. Für Polizei-Einsatzleiterin Susann Zschiesche ist es ein vorrangiges Ziel, jedem Zuschauer die sichere Teilnahme an einem friedlichen Fußballfest zu ermöglichen. „Die Polizei wird alles dafür tun, dass die Sportveranstaltung friedlich und gewaltfrei verläuft“ erklärte Zschiesche. „Wer sich schon im Vorfeld gewalttätig verhält, zu stark alkoholisiert ist, Pyrotechnik einsetzt oder sich vermummt, wird das Stadion von Innen nicht sehen.“

In Leipzig erhielten die Sportfreunde-Fans Unterstützung von mehreren hundert RB-Gegnern aus Leipzig, Halle, Erfurt, Chemnitz und Jena, die sich heftig daneben benahmen. Sie zündeten sie einen Böller. Dadurch erlitten zwei Balljungen ein Knalltrauma und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Mittlerweile sind die beiden aber wieder zu Hause. Die Polizei wertet gestochen scharfe Videoaufnahmen aus und will so den Werfer des Knallkörpers ermitteln. „Das kann einige Tage dauern“, berichtete Polizeisprecher Daniel Kapferer aus Leipzig.

Schwierig werde es die Identität festzustellen. Es scheint sich aber herauszukristallisieren, dass der Übeltäter nicht aus dem direkten Lotter anhang kommt. Trainer Maik Walpurgis: „Solche Chaoten braucht keiner.“

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