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Handball: Landesliga

TV Kattenvennes Rechtsaußen Marek Peters hin- und hergerissen

Kattenvenne/Ladbergen

Das war ein besonderes Derby für Kattenvennes Rechtsaußen Marek Peters. Am Freitag traf er mit seinem aktuellen Team auf sein künftiges. Der TSV Ladbergen siegte am Ende knapp – und Peters war hin- und hergerissen.

Von Tom Veltrup

Kattenvennes Rechtsaußen Marek Peters (links) geht ab der kommenden Spielzeit für den Rivalen TSV Ladbergen auf Torejagd. Seinen zukünftigen Kollegen verlangte der 22-Jährige vergangenen Freitag im Derby alles ab und war selbst vier Mal erfolgreich. Foto: Verein

Es war ein ganz heißer Tanz am Freitagabend zwischen dem TSV Ladbergen und dem TV Kattenvenne. Die akut abstiegsbedrohten Gäste kämpften aufopferungsvoll beim haushohen Favoriten, mussten sich letztendlich aber knapp mit 22:24 (9:12) geschlagen geben.

Ganz besonders war das Derby vor den rund 400 Zuschauern für Kattenvennes Rechtsaußen Marek Peters. Der 22-Jährige schließt sich ab der kommenden Spielzeit nämlich dem TSV an. „Im Vorfeld habe ich natürlich länger drüber nachgedacht. Ich war schon nervös. Es war auf jeden Fall eine andere Anspannung als sonst“, erklärte der zukünftige Ladberger. „Als ich dann aber die volle Tribüne gesehen habe und das Spiel losging, habe ich alles andere ausgeblendet. Noch bin ich hier und habe daher alles für Kattenvenne gegeben.“

„Wir haben uns gut verkauft und super mitgehalten“, war für Peters nicht wirklich zu erkennen, dass eine Truppe oben steht und die andere unten. „Vor allem defensiv haben wir eine gute Leistung gezeigt. Vorne haben wir irgendwann leider zu schnell die Abschlüsse gesucht. Da wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen.“

Sei es drum: Punkte hat der TVK nicht aus Ladbergen entführen können. Dafür jedoch eine gute Prise Selbstvertrauen: „Gegen eins der Top-Drei-Teams so gut mitgehalten zu haben, gibt uns auf jeden Fall noch einmal Rückenwind. Wir haben noch ein paar wichtige Spiele vor der Brust und haben dafür jetzt gut Motivation gesammelt.“ Vor allem vor dem Hintergrund der anstehenden Fusion mit der HSG Hohne/Lengerich wollen Peters und Co. dem altehrwürdigen TV Kattenvenne einen versöhnlichen Abschied bieten: „Es ist ja sozusagen die letzte Saison für den TVK im Herrenbereich. Von daher werden wir alles dafür geben, die Klasse zu halten und uns vernünftig von den Fans zu verabschieden.“

Des einen Leid ist jedoch des anderen Freud: Durch den Derbysieg bleibt der TSV Ladbergen voll und ganz drin im Aufstiegsrennen um die Verbandsliga. Einen Punkt stehen sie hinter dem Ligaprimus 1. HC Ibbenbüren und dürfen daher weiterhin auf Ausrutscher vom Konkurrenten hoffen. „Ich würde es mir natürlich wünschen. Das wäre eine geile Sache“, hat Peters nichts gegen Verbandsliga-Handball im nächsten Jahr einzuwenden. „Das mit dem Aufstieg wird allerdings ein ziemlicher Brocken“, weiß er um die Stärken der Konkurrenz.

Die Gründe für den Wechsel zum Nachbarn klingen plausibel: „Bei meinen Probetrainings hat mich Ladbergens Trainer Dirk Elschner überzeugt. Der hat echt Ahnung. Zudem möchte ich mich so gut es geht weiterentwickeln. Ich bin erst 22, da geht noch was.“ Den TVK verlässt der Schüler jedoch mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Innerhalb der Mannschaft haben gefühlt alle Kattenvenner Wurzeln. Es ist eine große Gemeinschaft innerhalb des Vereins und eine besondere emotionale Ebene. Das habe ich immer geschätzt und werde ich sehr vermissen.“ Das klare Ziel für die Abschiedstournee bei seinem Jugendclub: „Solange der Klassenerhalt rechnerisch machbar ist, werden wir alles geben.“

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