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Regionalliga West: SF Lotte gegen den VfB Homberg unter Zugzwang – nur ein Sieg zählt

Der Druck wächst

Lotte

Die Luft wird dünner für die Sportfreunde Lotte. Im Heimspiel gegen den VfB Homberg zählt für die Blau-Weißen nur ein Sieg.

Heiner Gerull

Lottes Bennet van den Berg (weißes Trikot), hier in einer Szene aus dem Spiel gegen die U 23 von Werder Bremen, Foto: Manfred Mrugalla

Auch im Heimspiel gegen den VfB Homberg geht es für die Sportfreunde Lotte am Samstagnachmittag um nicht mehr als drei Punkte. Trotzdem ist es in mancherlei Hinsicht eine ganz besondere Partie. Ein Sieg für den heimischen Fußball-Regionalligisten ist schon deshalb Pflicht, um nach den enttäuschenden Ergebnissen der vergangenen Wochen ein Signal zu setzen im sich abzeichnenden Kampf um den Klassenerhalt. An eine Niederlage mag im Lager der Sportfreunde niemand denken. Aber der Druck wächst, es müssen Erfolge her, die auch in der Tabelle ablesbar sind.

Für die junge Mannschaft von Imke Wübbenhorst ist es sicherlich eine prekäre Situation, in der sie sich befindet. Eigentlich wollte die Trainerin ihrem Team solch eine Notlage ersparen. Sieben Punkte aus den drei Partien gegen den SV Bergisch Gladbach, den SV Straelen und den VfB Homberg waren das erklärte Ziel. Das ist nicht mehr realisierbar. Nach 13 absolvierten Punktspielen steht die Erkenntnis, dass der Prozess des Zusammenwachsens mehr Zeit bedarf als zunächst angenommen. Jetzt muss das Team zeigen, dass es diesem Druck gewachsen ist und liefern kann.

Immerhin zeigte sich zuletzt in Straelen, dass die Mannschaft eine Perspektive hat, obwohl das im Ergebnis nicht zum Ausdruck kam, denn am Ende stand eine 1:2-Niederlage. „Wir haben vieles richtiggemacht. Die Mannschaft ist gerannt, sie hat gekämpft, und das will ich auch am Samstag von ihr sehen“, bringt die Trainerin ihre Erwartungen auf den Punkt.

Eigentlich hätten sich die Sportfreunde schon in Straelen belohnen müssen. Sie betrieb großen Aufwand und besaß mehr Spielanteile. Doch diese Vorteile vermochte sie nicht in Zählbares umzumünzen, was sich am Ende rächte. Jetzt richtet sich die Hoffnung darauf, es besser zu machen. „Wir setzen auf unsere Heimstärke. Wir haben unsere Punkte allesamt zu Hause geholt, und am Samstag sollen drei weitere hinzukommen“, bekräftigt Wübbenhorst.

Auch sie sieht die Begegnung gegen den Club aus dem linksrheinischen Stadtteil von Duisburg als wegweisend. „Gegen einen Mitkonkurrenten im Kampf um den Nicht-Abstieg müssen wir punkten“, sagt Wübbenhorst.

Einer, der dazu nichts beitragen kann, ist Drilon Demaj. Der Offensivakteur sah am vergangenen Samstag die fünfte Gelbe Karte, weshalb Demaj für das Spiel gegen Homberg gesperrt ist. Wer dessen Part in vorderster Front übernehmen wird, ließ Wübbenhorst offen. Zumindest bieten sich ihr einige Alternativen, denn bis auf Drilon Demaj stehen alle Akteure zur Verfügung, auch Massih Wassey. Der Mittelfeldakteur musste zwischenzeitlich aufgrund von Rückenbeschwerden kürzer treten, doch zumindest einen Kurzeinsatz stellte Lottes Trainerin in Aussicht. Nach seiner schweren Gesichtsverletzung befindet sich auch Konrad Azong erstmals wieder im Kader. Ob der bullige Stoßstürmer jedoch schon heute eine Option sein wird, bleibt abzuwarten.

Der VfB Homberg kommt mit dem Rückenwind eines 3:1-Sieges gegen die U 23 des 1. FC Köln nach Lotte. Hombergs Top-Angreifer Danny Rankl trug sich bei diesem Erfolg gleich zwei Mal in die Torschützenliste ein. Auf ihn müssen die Sportfreunde gewiss ein besonderes Augenmerk legen.

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