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Handball: Dämpfer in Neuenkirchen

Ebenso überraschende wie verdiente Niederlage für den TSV Ladbergen

Ladbergen

Der TSV Ladbergen hat mit einem Auge schon auf das Spitzenspiel unter der Woche geschaut, doch die Generalprobe am Samstag in Neuenkirchen ging mächtig in die Hose.

Von André Fischer

Lucas Holdsch und der TSV Ladbergen mussten in Neuenkirchen überraschend ohne Beute den Heimweg antreten. Am Donnerstag steigt das Spitzenspiel beim 1. HC Ibbenbüren. Foto: Jörg Wahlbrink

Sich selbst im Blick, das Spitzenspiel im Sinn. Personell arg gebeutelt, aber doch höchst motiviert trat der TSV Ladbergen am Samstag die Reise zum Gastspiel in Neuenkirchen an. Wohl wissend, dass fünf Tage drauf, am Donnerstag, das Duell mit dem 1. HC Ibbenbüren über Wohl oder Wehe einer ganzen Saison entscheiden kann (19.45 Uhr).

Alles eine Sache des Kopfes? Gewiss – aber etliche Verletzte und coronabedingte Ausfälle zwangen Trainer Dirk Elschner unfreiwillig zum Puzzeln. Kein Rechtsaußen, kein Linksaußen, da war Improvisationsgeist gefragt. Nach 60 aufreibenden Minuten ohne Fortune. 31:34 (13:18) hieß es aus Sicht der Gäste, die einen herben Dämpfer im Kampf um den Aufstieg in die Verbandsliga kassierten. „Zu recht“, wie der Coach bilanzierte. „Wir kamen an diesem Abend nie für einen Sieg infrage.“

Viele Ausfälle beim TSV Ladbergen

Robin Dellbrügge und Phil Lagemann sind mit einem Kreuzbandriss außer Gefecht gesetzt, Thies Hülsbusch, Jannik Wortmann und Jannik Meyer fehlten ebenfalls - um nur einige Stammkräfte zu nennen. Die Liste der Ausfälle beim TSV ist lang. Und ganz nebenbei haben sich erst am Samstagmorgen zwei Spieler nach einer Infektion frei testen können, die nicht in Vollbesitz ihrer Kräfte waren. Da wirst du narrisch. „Das alles soll keine Ausrede sein. Wir haben zu viele Fehler gemacht und in der Deckung nicht gut verteidigt, einschließlich unserer Torhüter“, so Elschner. So kann’s gehen.

Es war übrigens die erste Niederlage unter dem neuen, erfahrenen Mann auf der Bank. Elschner wurde Anfang November 2021 als Nachfolger von Björn Hartwig inthronisiert – und bog relativ schnell auf den Erfolgsweg. „Das alles wirft uns jetzt nicht um“, gibt er preis, „aber mit zwei Punkten mehr im Gepäck würden wir lieber nach Ibbenbüren fahren.“ Sei’s drum, es bleibt spannend, entscheidend ist vielmehr, nicht als Verlierer das Parkett im Topspiel zu verlassen. Dann könnten die Träume vorschnell zerplatzen.

Analyse am Dienstag

Für Elschner war der Sonntag in jedem Fall ein gebrauchter. Einer, an dem er nicht so wirklich ab- geschweige denn umschalten konnte. „Wir werden das Spiel am Dienstag nochmals analysieren und unsere Schlüsse ziehen.“ Ob der Kader auch in Ibbenbüren mit Aktiven aus der Reserve wie in Neuenkirchen aufgefüllt werden muss, scheint durchaus möglich. Die Zeiten bringen das mit, täglich drohen neue Coronafälle.

Nach der englischen Woche geht es für den TSV am Sonntag weiter. Dann erwarten Lucas Holdsch und Co. in der Rottsporthalle Vorwärts Gronau (18 Uhr).

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