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Fußball: Kreispokal

TuS Graf Kobbo siegt knapp beim Underdog - ein Spieler-Duo verabschiedet sich

Ladbergen

Der 3:2-Sieg des TuS Graf Kobbo Tecklenburg im Kreispokal beim VfL Ladbergen ist schnell zur Nebensache verkommen. Zwei Spieler werden nicht mehr für den Bezirksligisten auflaufen.

Von Jörg Wahlbrink

Ladbergens Louis Schlathölter (Nr. 18) hadert mit der Entstehung des dritten Treffers der Gäste aus Tecklenburg, für die Patrick Neitzert die scheinbar deutliche Führung festschrieb.  Foto: Jörg Wahlbrink

Da ging ganz spät noch ein Begeisterungssturm durch die Zuschauerreihen, als Daniel Kemper in der 89. Minute ungehindert zum 2:3 (0:2)-Anschlusstreffer einköpfte. Doch war dem A-Ligisten VfL Ladbergen die Kreispokalsensation gegen den Tecklenburger Nachbarn TuS Graf Kobbo aus der Bezirksliga am Ende nicht vergönnt.

Dabei begann das Duell wie beinahe erwartet. Der TuS war von Anfang an äußerst druckvoll und kam zu Chancen. Der VfL brachte zunächst nichts zustande. Die Chancenverwertung ließ bei den Gästen zu wünschen übrig – jeder versuchte auf die ein oder andere Art und Weise, das Runde ins Eckige zu bewegen. So zog zum Beispiel Lucas Hottenträger in der 15. Minute aus sechs Metern längs am Kasten von Matthias Wauligmann vorbei. Weil die Tecklenburger noch mehr Chancen liegen ließen, kam der VfL auf. Mete Yilmaz setzte sich durch und stand frei vor Kobbos bestens aufgelegtem Keeper Lucas Schell. Der parierte mit einer fulminanten Handabwehr.

Die Tecklenburger zogen die Zügel wieder an. Nach einem Freistoß traf Lauritz Sundermann (35.), dem der Ball vor die Füße fiel. Kurze Zeit später das 0:2, als Ladbergens Keeper den Distanzschuss von Mergim Selimi nicht zu fassen bekam. Gefühlt machten die Tecklenburger in der 53. Minute den Deckel drauf: Nach einer Standardsituation reagierte im Durcheinander der 3:0-Torschütze Patrick Neitzert schneller als alle anderen.

Trennung von
Tugay Gündogan und Aytac Kara

Dass die Partie doch noch nicht entschieden war, zeigte Simon Richter den Gästen mit seinem Treffer zum 1:3, als er sich nach schöner Körpertäuschung im Strafraum durchsetzte und unhaltbar traf (62.). Tecklenburgs Trainer Klaus Bienemann war von diesem Moment an nicht mehr zufrieden: „Wir hätten das Spiel eher zumachen müssen. In den letzten zehn Minuten war es ein Verteidigen des Resultats. Insgesamt ist das Weiterkommen für uns hochverdient.“
Die Tecklenburger brachten das Spiel letztlich knapp über die Zeit nach dem 2:3 von Kemper. Zwei Aufreger gab es noch: die Gelb-Rot-Karte für Ladbergens Marcel Witzke und Gelb für seinen Trainer Stefan Kilfitt wegen Meckerns.

Kilfitt sagte: „Ich möchte meiner kompletten Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Wir waren keine Klasse schlechter.“ Hier und da habe es an der Cleverness gefehlt. „Und es mangelte vielleicht auch am entscheidenden Pass und am schnelleren Umschalten.“

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