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Handball: Landesliga

TV Kattenvenne muss noch klettern

Tecklenburger Land

Schwach gestartet, berappelt, schwach abgeschlossen: Landesligist TV Kattenvenne steht nach einer durchwachsenen ersten Saisonhälfte auf einem Abstiegsplatz. Unterdessen haben Trainer Volker Hollenberg sowie zahlreiche Spieler ihre Zusage für einen Verbleib gegeben.

Von Niklas Groß

Einschwören auf eine knallharte zweite Serie: Für Volker Hollenberg und den TV Kattenvenne geht es ums Überleben in der Landesliga. Am Samstag geht es prompt zum Spitzenreiter nach Ibbenbüren. Foto: Jörg Wahlbrink

Das geht ins Ohr: Am Telefon macht Volker Hollenberg mit einer entspannten Stimmlage Eindruck. So entspannt, dass man meinen könnte, der TV Kattenvenne spiele eine Saison frei von jeder Sorge. Doch dem ist nicht so, und das hört man bei dem Trainer des TVK zwar nicht daran, wie er es sagt, aber an dem, was er sagt. Denn Hollenberg ist Realist und bemerkt mit Blick auf die Landesliga-Tabelle: „Wir sind mittendrin in der Verlosung“ – nicht mehr und nicht weniger.

Wahrscheinlich die Plätze acht bis elf müssen nach Saisonschluss runter in die Bezirksliga, Kattenvenne fand sich zur Winterpause auf eben jenem ersten Abstiegsplatz acht ein. Mit einem Spiel weniger als die Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt, Punkte, mit denen es auf sechs hochgehen könnte. Was an den Umständen aber auch wenig ändern würde. „Es geht um nichts anderes als den Klassenverbleib“, sagt Hollenberg.

Knüppelharter Jahresauftakt

Eine Einschätzung, zu der auch beitragen dürfte, dass es zum Re-Start knüppeldicke kommt für den TVK. In den ersten fünf Spielen warten gleich mal die Top Vier der Liga. So die Spielzeit denn wie geplant fortgesetzt wird, geht es am Samstag zu 19.30 Uhr zu Tabellenführer 1. HC Ibbenbüren. Schon zu Saisonbeginn hatte die Hollenberg-Sieben von 0 auf 100 starten müssen – und herbe Niederlagen gegen Ladbergen und Vreden erlitten. „Dann haben wir aber eine gute Reaktion gezeigt“, erinnert sich Hollenberg an die Siege über den SC Münster und Vorwärts Gronau. Ärgerlich wiederum sei der Jahresabschluss gewesen mit Niederlagen gegen Hiltrup und Neuenkirchen, Mannschaften, die ebenfalls gegen den Abstieg kämpfen.

Und dann wären da die Malaisen, die der TVK noch bis weit ins Jahr 2022 mit sich herumschleppen wird: In Lukas Ahlert, Daniel Segger und Nico Postert fehlt ein kompletter etatmäßiger Rückraum verletzungsbedingt. Ahlert muss die gesamte Saison passen, Segger und Postert werden eventuell Mitte März zurückkehren. Und so wird Hollenberg das Spiel der Seinen fürs Erste umstellen. Der TVK setzt offensiv – in der Deckung überzeugte das Team bis dato – nun auf kleineres, wendiges Personal. Überhaupt will die Mannschaft noch mehr ins Tempo gehen, im besten Fall über die erste oder zweite Welle zum Torerfolg kommen. „Das bedeutet auch, dass wir möglichst nicht mehr Abwehr-Angriff wechseln“, sagt Hollenberg. „Es gibt schon ein paar Baustellen, an denen wir arbeiten müssen.“

Hollenberg bleibt – zahlreiche Spieler auch

Pfunde, mit denen Hollenberg wuchern kann, sind die starken Auftritte des jungen Torhüter-Gespanns Christian Köhnsen/Tim Wiemann, deren gutes Zusammenspiel mit der Deckung sowie der enorme Teamgeist in Reihen des TV Kattenvenne.

Der auch schon wieder zahlreiche Zusagen für die kommende Spielzeit zur Folge hat: Trainer Hollenberg bleibt, alle Spieler, mit denen der Verein bislang gesprochen hat, auch, wie Handballobmann Stefan Hülsmeier zu Protokoll gibt.

Und auch in Sachen Corona hat sich der TVK positioniert: In der Abfrage des Handball-Verbandes Westfalen votierte der Verein dafür, den Spielbetrieb erst Ende Februar fortzusetzen. „Wir haben werdende Väter im Team, denen es in der jetzigen Lage zu heikel wäre anzutreten“, nennt Hülsmeier einen von mehreren Gründen.

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