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Handball: JSG Tecklenburger Land

A-Jugend der JSG Tecklenburger Land spielt für die Ukraine

Ladbergen

Bestürzt und fassungslos über die Ereignisse in der Ukraine ist auch die männliche A-Jugend der JSG Tecklenburger Land. Das Team hat sich deshalb etwas einfallen lassen. Am Sonntag spielt es für die Menschen in der Ukraine.

Von Niklas Groß

„Weltoffene Jungs, die eine tolle Gemeinschaft bilden“ – die A-Jugend der JSG Tecklenburger Land spielt am Sonntag für die Menschen in der Ukraine. Foto: Jörg Wahlbrink

Zusammenhalt. Soziales Engagement. Werte, die Veit Kämper, Trainer der männlichen A-Jugend der JSG Tecklenburger Land, seinen Spielern gern vorleben würde. Allein: Er braucht es kaum. Seine Akteure haben sie offenkundig verinnerlicht und belegen dies einmal mehr mit einer großartigen Aktion im Angesicht des Krieges in der Ukraine, einer Aktion, die aus dem tiefsten Kern der Mannschaft kommt. Am Sonntag (16 Uhr), wenn es in der Rotthalle gegen Löhne-Menninghüffen geht, spielt das Team um Punkte, ja, vor allem aber spielt es für die Ukraine.

Im Februar 2021 schon hatte die Mannschaft einen Sponsorenlauf auf die Beine gestellt, die Sponsoren spendeten pro gelaufenem Kilometer 25 Cent an das Deutsche Kinderhilfswerk. „Wir legen als Verein großen Wert darauf, aber in den allermeisten Fällen müssen wir nicht darauf achten, dass gewisse Werte gelebt werden“, freut sich Veit Kämper. „Das sind alles sehr weltoffene Jungs, die eine tolle Gemeinschaft bilden“, so der Coach.

Veit Kämper: „Wir möchten etwas geben“

„Die Jungs sind bestürzt und fassungslos über das, was sich in der Ukraine zuträgt“, sagt Kämper. Er spricht bei jedem Kontakt mit seinen Spielern über die Situation. „Wir sind gesund und können relativ privilegiert unserem Hobby nachgehen. Wir möchten etwas geben“, so Kämper.

Konkret sieht das in diesem Fall so aus: Vor der Partie der A-Jugend – also von 14 bis 16 Uhr – können auf dem Parkplatz vor der Rotthalle Sachspenden abgegeben werden (s. Flyer). Die gehen gleich am darauffolgenden Morgen nach Dülmen zum Projekt „Stadt der Wildpferde“, von wo aus noch am Montag ein Transporter in Richtung Ukraine starten wird.

Außerdem spendet die JSG sämtliche Erlöse aus freiwilligem Eintritt zum Spiel sowie Getränke- und Würstchenverkauf. Sie werden zunächst dafür eingesetzt, die Kosten für einen privat organisierten Hilfskonvoi zu decken, der sich am Freitag aufmachte in Richtung polnisch-ukrainischer Grenze und dessen Teil auch Veit Kämper ist. Sollten die Spenden darüber hinaus gehen, würden sie an eine öffentliche Einrichtung übergeben werden.

Ebenfalls beteiligen wird sich der TSV Ladbergen. Er spendet den Erlös aus freiwilligem Eintritt für das Derby zwischen dem TSV II und Kattenvennes Zweiter (Samstag ab 18.30 Uhr, Rotthalle).

Gleich nachdem der Verein die Aktion am Mittwoch über Social Media teilte, erhielt er Feedback. „Ich habe das Gefühl, die Transportmittel könnten für die Sachspenden nicht ausreichen“, sagt Veit Kämper. „Aber man wächst mit seinen Aufgaben: Wenn wir viermal fahren müssen, fahren wir viermal und freuen uns umso mehr.“

Foto: JSG
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