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Fußball: A-Jugend-Kreisliga

Andreas Schüttpelz coacht mit Leidenschaft in Lengerich

Lengerich

Andreas Schüttpelz ist Vertriebsingenieur und lebt in Osnabrück – sein sportliches Glück aber hat er in Lengerich gefunden: als Trainer der A-Junioren des SC Preußen. Die haben noch alle Chancen auf den Aufstieg und empfangen am Dienstagabend Falke Saerbeck zum Spitzenspiel.

Von Niklas Groß

Hat in Lengerich eine sportliche Heimat gefunden: Andreas Schüttpelz, Inhaber der A-Lizenz, gibt sein Fachwissen mit viel Enthusiasmus an die A-Junioren des SC Preußen weiter – eine Erfolgsgeschichte für beide Seiten. Foto: Rolf Grundke

Es könnte auch ewig so weitergehen: Die Partien gegen die JSG Büren/Piesberg/Halen und gegen Falke Saerbeck mussten jüngst verlegt werden – und solange die A-Junioren Preußen Lengerichs spielfrei sind, bleiben sie in der Kreisliga auch ungeschlagen (bei acht Siegen aus neun Spielen). Eine ganz einfache Rechnung und durchaus ein Status, den man vor sich hertragen könnte. Doch es wird anders kommen: Am Dienstagabend daheim (ab 19.30 Uhr) dürfte das Verfolgerduell mit Saerbeck tatsächlich stattfinden – und das ist auch gut so. Denn der hiesige Nachwuchs hat so überhaupt keinen Grund sich zu verstecken. Die Schlüsselspiele in der Meisterschaft stünden zwar noch aus, man wisse nicht so recht, wo man stehe, wie Trainer Andreas Schüttpelz sagt, aber die Tendenz ist positiv, die Winter-Vorbereitung lief gut und insbesondere hat die Sache eine Perspektive, dass durchaus von einem Projekt gesprochen werden darf.

Die A-Lizenz mit Klose, Kehl und Co.

Das hat mit den Ambitionen des kickenden Personals zu tun, damit, dass aus der B-Jugend „viele talentierte, leistungswillige Spieler nachrücken“, wie Schüttpelz sagt – und nicht zuletzt mit Andreas Schüttpelz selbst. Der ist Inhaber der A-Lizenz, dem zweithöchsten Lehrgrad eines Fußball-Trainers, und erscheint auf den ersten Blick überqualifiziert für einen A-Jugend-Kreisligisten. Zumal, wo Schüttpelz fünf Jahre im Nachwuchs des VfL Osnabrück arbeitete, in der A-Jugend-Bundesliga Co-Trainer war – und aus einem A-Lizenz-Lehrgang mit Miroslav Klose oder Sebastian Kehl stammt. Doch Letzteres erweist sich als Randnotiz (Schüttpelz: „Eine unwahrscheinlich tolle Geschichte, … ganz bodenständige, ganz normale Typen“), die sich so heute wohl nicht mehr ereignen würde, seitdem der DFB seine Trainer-Ausbildung neu aufgestellt hat. Und überhaupt findet Schüttpelz in Lengerich das vor, was er sich erhofft: die „junge, ambitionierte Truppe“, die ihm Christian Bräuer schmackhaft gemacht hatte, als er zur Saison 2021/22 den Kontakt zwischen Club und Coach herstellte. „Die Jungs können fußballerisch umsetzen, was ich mir vorstelle“, sagt Schüttpelz, der zufrieden festgestellt hat, dass seine Mannschaft meistens spielbestimmend ist, mit viel Zug zum Tor spielt. Und Schüttpelz weiter: „In Lengerich kann man sehr ordentlich arbeiten, in Ruhe, kriegt vom Verein alles gestellt, was man benötigt.“

Vertragsverlängerung: Erfolgsgeschichte geht weiter

Zu guter Letzt sieht sich Schüttpelz, in Osnabrück lebender Vertriebsingenieur, nicht als wichtigstes Glied der Kette, nicht als Chef der Spieler, sondern eben als deren Coach. „Ich möchte Leidenschaft vermitteln, zeigen, wie viel Freude Fußball bereitet“, sagt Schüttpelz, der sich selbst als „verlässlichen, empathischen“ Trainer einordnet.

Es passt ins Gesamtbild der Erfolgsgeschichte Preußen Lengerich und Andreas Schüttpelz’, dass der im Winter Anfragen von höherklassig spielenden Teams hatte – diese jedoch ausschlug und gemeinsam mit seinem Co. Ozan Yildirim beim SC Preußen verlängerte. „Andreas ist unser absoluter Wunschtrainer. Er macht eine Superarbeit und hat hier in kürzester Zeit richtig was entwickelt“, bemerkte der stellvertretende Jugendvorsitzende Michael Stadie anlässlich der Verlängerung für die Saison 2022/23.

Was die laufende Spielzeit angeht, müssen es die Preußen zunächst mal in die Aufstiegsrunde schaffen. Doch Team und Trainer wollen mehr: „Wir stellen uns der Herausforderung“, sagt Andreas Schüttpelz, „mit Recke, Ibbenbüren und Saerbeck um den Aufstieg zu spielen“.

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