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Schwimmen: SWL-Athleten fehlen Trainingskilometer

Erste Sprünge von den Startblocks

Lienen

Gut neun Monate liegen zwischen dem letzten Wettkampf vor dem Corona-Lockdown und dem Neustart für die Schwimmerinnen und Schwimmer von Schwarz-Weiß Lienen. Überraschende Übereinstimmung: Beide Wettkämpfe haben im Freibad an der Coburg in Münster stattgefunden.

In Münster waren für Schwarz-Weiß Lienen Jakob Menkhaus, Isabell Holtkamp, Lea-Sophie Risse und Lukas Licher (von links) am Start. Foto: SW Lienen

Es war ein ungewohntes und gleichzeitig doch sehr vertrautes Gefühl, das vier Mitglieder des Schwimmteams von Schwarz-Weiß Lienen (SWL) jetzt in Münster erleben durften. Der Schwimmbezirk Nordwestfalen hatte zum Bezirks-Schwimmtreff auf der 50m-Bahn im Freibad an der Coburg eingeladen. Dort hatte vor gut einem dreiviertel Jahr die letzte Wettkampfveranstaltung vor der Corona-Pause stattgefunden, schreibt der Verein.

Die SWL-Schwimmer hatten erst wenige Wochen zuvor mit Trainingseinheiten im Wasser beginnen können. Vorher stand nur Athletiktraining – online zuhause oder gemeinsam im Freien – an. Dementsprechend reiste nur ein kleines Team nach Münster, weil sich viele zum aktuellen Zeitpunkt formtechnisch noch keinen Wettkampf-Restart vorstellen konnten. Ähnlich war diese Wahrnehmung wohl auch in anderen Vereinen. Für die Veranstaltung hatten sich nur 150 Teilnehmer angemeldet, was zu einer schnellen Wettkampfabfolge mit wenigen Pausen zwischen den Starts führte.

Isabell Holtkamp (Jahrgang 1997) und Jakob Menkhaus (2001) hatten durch fast tägliche Trainingseinheiten im Münsteraner Wettkampfbecken in den vergangenen Wochen schon einige Trainingskilometer auf dem Buckel und versprachen sich einen guten Wettkampfauftakt. Ganz zufrieden waren sie am Ende mit ihren Leistungen noch nicht. „Das Wassergefühl war nicht so gut, im Training sind wir bessere Zeiten geschwommen.“, räumte Isabell Holtkamp ein. Vor allem ihre Zeit über 50m Schmetterling (0:35,44 min) war in Anbetracht der langen Wettkampfpause ein ordentlicher Einstand. Bei seinen fünf Starts war auch Jakob Menkhaus ein Stück von seinen Bestzeiten entfernt. Dennoch lässt sich auf den Zeiten wie über 50 m Freistil (0:27,52 min) aufbauen.

Auch Lea-Sophie Risse (2003) fieberte der Wettkampfveranstaltung entgegen. Aufgrund muskulärer Probleme hatte sie noch länger auf ihren ersten Wettkampf warten müssen. Die Ergebnisse, unter anderem über die 50 m Rücken (0:38,77 min). zeigen ihr jedoch, dass in ein paar Monaten wieder einiges drin sein kann.

Lukas Licher (1990) war bei den Bezirksmeisterschaften in Münster über 50 m Brust mit Bestzeit ins Finale geschwommen. Auf dieser Strecke kam er jetzt nicht über eine 0:36,63 min hinaus. Dennoch blickt er, auch als Trainer, optimistisch in die nächsten Wochen und Monate: „Uns fehlen die Trainingskilometer und die Wettkampfhärte. Aber wenn die Lage so bleibt und Ende des Jahres Meisterschaften stattfinden können, sind wir hoffentlich bereit, an unsere Bestzeiten heranzukommen.“

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