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Fußball: DFB-Stützpunkt in Dörenthe

Förderung bis in die Bundesliga

Tecklenburger Land

Die Liste ist lang und illuster: Marius Bülter, Lars Unnerstall, Sebastian Klaas – sie alle (und noch viele mehr) lernten das Fußballspiel einst auch am DFB-Stützpunkt Dörenthe. Jetzt verabschiedete der wieder einen Jahrgang.

Von Stefan Daviter

Die Trainer verabschiedeten die Spieler, die den DFB-Stützpunkt verlassen. (Hinten von links) Rainer Burbrink (Torwart-Trainer), Dominik Bokel (Trainer), Dirk Vietmeier (Trainer), Jashar Berisha, Tom Rählmann, Nevio Heemann, Bernd Zünkler, Maik Horstkotte (Trainer), Klaus Burandt (Trainer); (vorne von links) Jost Hälker, Joel Herzog, Theo Bücker, Cem Tournee, Phillip Moß, Kubilay Yilmaz, Jonnah Lammers. Foto: privat

Es ist schon gute Tradition, dass der in Dörenthe beheimatete DFB-Stützpunkt seine Nachwuchs-Kicker am Saisonende verabschiedet, wenn sie vom C- ins B-Juniorenalter kommen oder in ein Nachwuchs-Leistungszentrum wechseln. Die Verabschiedung am Montag war eine Besondere: Zum 20. Mal verließ ein Jahrgang den Stützpunkt. Klaus Burandt, von Beginn an Leiter des Nachwuchs-Stützpunktes, nutzte die Gelegenheit, um auf die bisherige Arbeit zurückzuschauen.

„In 20 Jahren hatten wir 524 Spieler“, war Burandt selbst ein wenig erstaunt angesichts der Menge der Talente, die er und seine Trainerkollegen in den vergangenen Jahren förderten. Und nicht ohne Stolz nannte Burandt Namen der Spieler, die ihren Weg im Profifußball gemacht haben.

Momentan höchstklassiger TE-Fußballer ist Marius Bülter, der mit Schalke 04 in die Bundesliga aufgestiegen ist. Ihren Weg durch den Stützpunkt Dörenthe machten außerdem Lars Unnerstall (Twente Enschede/Ehrendivision), Sebastian Klaas (VfL Osnabrück, nächste Saison SC Paderborn, 2. Bundesliga), Niko Kijewski (Eintracht Braunschweig, 2. Bundesliga) und Nico Knystock (VfB Oldenburg, 3. Liga). Zudem spielten und spielen viele Akteure aus dem Fußballkreis Tecklenburg in der Regionalliga, so wie Leon Petö (1. FSV Mainz 05 II) oder Preußen Münsters Routinier Simon Scherder.

Ganz aktuell unterzeichneten zwei Spieler Profiverträge, die gerade der A-Jugend entwachsen oder sogar noch A-Jugendliche sind: Jannik Zahmel beim VfL Osnabrück und Matthias Breuer bei Preußen Münster. Für die aktuelle B-Jugend-Regionalauswahl wurden nominiert: Jost Hälker (Westfalia Hopsten), Phillip Moß (ehemals Westfalia Hopsten, jetzt SC Spelle-Venhaus), Jashar Berisha (ehemals Westfalia Westerkappeln, jetzt SV Rödinghausen) und Kubilay Yilmaz (Preußen Lengerich).

Burandt und der Fokus auf der individuellen Ausbildung

Seit 2013 trainieren auch Mädchen im Stützpunkt, allerdings nur Westfalenauswahl-Spielerinnen. Die erste war Anna-Lena Rieke aus Steinbeck, die in Essen und Jena Bundesliga spielte und jetzt in Gütersloh in der 2. Liga aktiv ist. Mit Anna-Sophie Schindler und Anna Stockmann (Jahrgang 2008, beide Arminia Ibbenbüren) haben aktuell zwei Spielerinnen eine Einladung zur U-15-Nationalmannschaft bekommen.

Diese Erfolge sind es, die von den DFB-Nachwuchs-Stützpunkten angestrebt werden. „Im Fokus steht die individuelle Ausbildung der Spieler“, sagt Klaus Burandt. Aber auch die Mannschaften des Stützpunktes Dörenthe können durchaus Nennenswertes aufweisen. „Wir waren einmal Westfalenmeister, fünfmal Vizemeister und mehrfach unter den besten vier Teams“, zählt Klaus Burandt auf. Für einen relativ kleinen Fußballkreis könne sich das durchaus sehen lassen.

All das wurde mit einer relativ geringen Fluktuation im Trainerteam erreicht. Lange arbeitete ein Trio mit Klaus Burandt, Dirk Vietmeier und Timo Donnermeyer zusammen, aktuell ist es ein Trainerquartett mit Burandt, Vietmeier, Dominik Bokel und Maik Horstkotte, das vom Torwarttrainer Rainer Burkbrink unterstützt wird. Dieses Team betreut aktuell 53 Spieler in vier Jahrgängen vom jüngeren D-Jugend- bis zum älteren C-Jugend-Jahrgang.

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