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Fußball: 3. Liga

Marc Heider vom VfL Osnabrück hat „richtig Bock auf Magdeburg“

Osnabrück

Der Kapitän freut sich auf das Topspiel am Samstag in Magdeburg. Marc Heider ist nach seiner Covid-19-Erkrankung wieder fit und möchte mit dem VfL Osnabrück punkten. Der 35-Jährige ist noch lange nicht satt, wie er im Interview sagt.

Von Harald Pistorius

Wird schon gut gehen in Magdeburg: Marc Heider blickt optimistisch nach vorne. Foto: Imago

Nach seiner Covid-19-Erkrankung und dem Comeback als Einwechselspieler beim 0:0 gegen den TSV Havelse steht jetzt wieder der Fußball im Fokus von Marc Heider. Der Kapitän des VfL Osnabrück möchte den Blick nur nach vorn und auf die sportliche Lage richten, um Mannschaft wie Fans einzustimmen auf das Spiel am Samstag beim 1. FC Magdeburg.

Sie haben die Spiele in Mannheim und gegen Freiburg von außen gesehen. Wie erklären Sie die Kluft zwischen diesen Auftritten?

Marc Heider: Natürlich ist das auf den ersten Blick schwer nachzuvollziehen. Das sind Schwankungen, die in der Entwicklung einer neuen Mannschaft vorkommen, gerade wenn wie bei uns einige junge Spieler dabei sind. Wir sind auf einem guten Weg und haben gezeigt, dass wir uns von Rückschlägen nicht umwerfen lassen.

Welche Rolle spielt die Erwartungshaltung, wenn es gegen Underdogs geht?

Heider: Mir ist klar, dass viele Zuschauer den Gegner nicht nur nach dem Tabellenplatz beurteilen, sondern auch nach dem Namen. Da erwarten viele gegen Freiburg II eher einen Sieg als gegen München 1860 – obwohl 1860 vor dem Spiel bei uns hinter Freiburg stand und Freiburg mit 1860 gleichauf war, als sie bei uns antreten mussten.

Wie ist es bei der Mannschaft? Gibt es vielleicht im Unterbewusstsein die Tendenz zur Unterschätzung?

Heider: Das ist nur Spekulation. Ich glaube, das Problem liegt in der extremen Leistungsdichte in der 3. Liga und daran, dass die meisten Gegner nach Osnabrück kommen und versuchen, irgendwie einen Punkt mitzunehmen – hinten reinstellen und dann auf Konter hoffen.

Wenn das ein Dauerzustand ist, müssen Sie sich was einfallen lassen ...

Heider: Jeder von uns will alles dafür tun, dass wir wieder eine Macht an der Bremer Brücke werden. Bis zum letzten Drittel spielen wir uns meistens recht gut durch, aber dann treffen wir oft falsche Entscheidungen, sehen in einem überfüllten Strafraum nicht die Lücke. Daran arbeiten wir im Training.

Nur ein Punkt aus zwei Spielen, aus denen viele drei Zähler erwartet hatten. Und nun zwei schwere Auswärtsspiele. Fürchten Sie, dass der gute Eindruck, den die Mannschaft bisher gemacht hat, vor der Winterpause getrübt wird?

Heider: Wir liegen drei Punkte hinter dem Zweiten und zwei hinter dem Dritten. Wir spielen eine gute Rolle, die uns zu Saisonbeginn nicht viele zugetraut haben. Wenn wir uns von einer Enttäuschung aus dem Tritt bringen lassen, machen wir etwas falsch. Damit muss man umgehen – ich weiß, was wir draufhaben. Gerade unseren jungen Spielern müssen wir jetzt den Rücken stärken. Da sind wir Älteren in der Pflicht.

Gerade jetzt, wenn es zum Spitzenreiter geht?

Heider: Ja, aber mir ist vor diesem Spiel nicht bange – ich habe richtig Bock auf Magdeburg, und das gilt für alle bei uns. Wenn wir am Samstag wieder im Bus nach Osnabrück sitzen, soll sich der Abstand auf Magdeburg verringert haben.

Sie sind 35, stehen in Ihrer 16. Profisaison. Spüren Sie manchmal die Last der Jahre? Was treibt Sie noch an?

Heider: Ich spüre keine Müdigkeit. Zum einen, weil ich mich total fit fühle und dafür alles tue, auch mit zusätzlichem Training. Zum anderen, weil ich mir im Sommer viel vorgenommen habe. Ich will weiter zeigen, wie wichtig Mentalität im Fußball ist – mit der richtigen Mentalität kann man die Qualität steigern. Ich bin noch lange nicht satt. Auch als Verein sind wir noch nicht fertig.

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