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Fußball: Kreisliga

Preußen Lengerich hat den längeren Atem

Lengerich

Der SC Preußen Lengerich mischt weiter voll mit im Kampf um den Aufstieg. Am Mittwochabend bezwang der SCP Tabellennachbar Eintracht Mettingen mit 2:1. Dabei brauchten die Preußen ein wenig, um in die Partie zu finden.

-ng-

Schuss ins Glück: Dominic Dohe versenkt einen Freistoß zur 2:1-Führung für Preußen Lengerich. Die sollte bis zum Ende Bestand haben Foto: Rolf Grundke

Mettingen geschlagen, mit Büren den nächsten Spitzengegner vor der Brust, die Aufstiegsrunde klopft schon an die Tür – es könnte ewig so weiterlaufen für Preußen Lengerich. Wobei Trainer Sascha Höwing gesteht, dass er am nahenden Wochenende gern spielfrei gewesen wäre. Einige ehemals Corona-Erkrankte bewegten sich gegen Mettingen im konditionellen Grenzbereich, dazu kommen urlaubsbedingte Ausfälle (und eine Gelb-Rote Karte für Oral Dogru). Und auch darüber hinaus hält Höwing den Ball – noch – flach. Das Saisonziel laute nach wie vor Platz fünf – aktuell sind die Preußen Dritter, der Zweite aus Mettingen ist in Reichweite. Doch Höwing sagt auch: „Wir haben bislang gegen kein Top-Team verloren. Wir stehen nicht zu Unrecht da oben. Und wir wollen solange es geht dran bleiben.“

Schließlich wusste durchaus zu imponieren, was die Preußen gegen Eintracht Mettingen anboten. Vielleicht weniger im ersten Durchgang, als das Team schwer in die Partie fand, häufig einen Schritt zu spät kam. „Da hatte Mettingen leichte Vorteile“, sagt Höwing. Leichte Vorteile und ein Tor: In der 10. Minute vollendete Glenn Schröer einen blitzsauberen Angriff der Gäste inklusive Ablage in den Sechzehner zum 1:0. „Ansonsten war es nicht das Spiel mit den dicken Chancen“, sagt Höwing, der für seine Mannschaft passable Gelegenheiten durch Timo Zimmermann und Lukas Schacht notierte.

Planänderung in der Pause

Um Zählbares mitzunehmen, brauchte es eine Planänderung. „Wir haben uns vorgenommen, früher draufzugehen und Mettingen zu langen Bällen zu zwingen“, verrät der Coach.

Und sein Team war mit Wiederanpfiff voll da, ließ die Gäste nicht (mehr) spielen, presste früh. Durchaus verdient somit der Ausgleich durch Lukas Schacht zehn Minuten nach der Pause, dem eine Flanke so glücklich vom Schlappen rutschte, dass sie hinter Mettingens Schlussmann Jannik Sriskandarajah ins Tor runterfiel. Angestachelt vom Ausgleich vor guter Kulisse (160 Zuschauer) zündete Preußen jetzt den Turbo. „Ich musste die Jungs schon bremsen von draußen“, bemerkt Höwing. Nach guten siebzig Minuten spritze Martin Fleige ins Aufbauspiel der Gäste und stürmte auf deren Gehäuse zu. Timm Tenambergen zog die Notbremse und sah Rot. Den anschließenden Freistoß verwandelte Dominic Dohe direkt zur umjubelten Führung für den SCP – die dieser auch ins Ziel rettete, trotz zweier Konter bei Überzahl und trotz eines Strafstoßes nach sage und schreibe 95 Minuten. Tim Kipp hielt im Duell mit Marius Moormann den Sieg fest.

Der SC Preußen Lengerich spielte am Mittwochabend einmal mehr „für die Ukraine“. Die Einnahmen aus Eintrittsgeldern und Spenden rundete der Verein auf satte 400 Euro auf. Sie gehen an die „Caritas International Ukraine-Hilfe“.

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