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Fußball: Kreisliga A

Schwarz-Weiß Lienen und sein neues Spielverständnis

Lienen

Schwarz-Weiß Lienen macht in der Kreisliga A Tecklenburg mit furiosen Resultaten von sich reden. Während SW defensiv noch das ein oder andere Mal patzt, hat das Lunow-Team insbesondere sein Offensivspiel kultiviert.

Von Niklas Groß

Technisch beschlagen: Max Rosenbusch sichert das Leder im Spiel gegen Westfalia Hopsten elegant. Foto: Jörg Wahlbrink

Zwei von fünf Spielen gewonnen, zwei verloren, 12:12-Tore, Platz zehn von 20 – geht es nach der Tabelle, ein Team könnte kaum durchschnittlicher sein als Schwarz-Weiß Lienen.

Tatsächlich ist spektakulär, was der A-Ligist in dieser Saison aufs Grün bringt, wo Lienen auftaucht, wird Erlebnisfußball angeboten. In allen Saisonspielen erzielte Schwarz-Weiß mindestens zwei Tore. Die gehen nicht mehr auf das Konto eines Philip Winkler, der den Klub zur Saison 2020/21 gen Ibbenbüren verließ, sondern verteilen sich auf mehrere Torschützen. „Die Qualität war schon vorher da, doch jetzt übernehmen die Jungs auch Verantwortung. Viele haben einen großen Schritt nach vorn gemacht“, sagt Spielertrainer Yannik Lunow und denkt dabei vor allem an Merlin Korte, Maximilian Warkentin und Eimo Smidt. Technisch beschlagen, stehen sie für ein neues SW Lienen. Der setzt nicht mehr auf lange Schläge sondern auf gepflegtes Kurzpassspiel. „Wir können das spielen, weil wir auf keiner Position einen Wackelkandidaten haben“, sagt Lunow.

Lunow: Auch Verteidigungsleistung verbessert

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich Lienen gegen Steinbeck sieben Tore fing und gegen die Ibbenbürener Spielvereinigung derer drei – auch das Ausdruck eines schwarz-weißen Spektakels. „In Steinbeck lief bei uns gar nichts zusammen. Gegen Ibbenbüren sind wir dagegen toll zurückgekommen und hatten den Ausgleich auf dem Fuß“, bemerkt Lunow. „Insgesamt verteidigen wir verbessert, bieten nicht mehr die Riesenräume an“, sieht der Coach auch hier einen Positivtrend.

Kein Handlungsbedarf auf der Trainer-Position

Entwicklungen, die auch in der Führungsetage des Vereins mit Freude zur Kenntnis genommen werden. Derzeit bestehe kein dringender Handlungsbedarf auf der Trainer-Position, sagt denn auch Joachim Lunow, Abteilungsleiter Fußball und Vater von Yannik. Der Filius hatte inmitten der Vorbereitung ins kalte Wasser springen müssen, nachdem sich Schwarz-Weiß kurzfristig von seinem neuen Übungsleiter Ralf Krons getrennt hatte. Jetzt soll er bis auf Weiteres Trainer des A-Ligisten bleiben.

Kommunikation auf Augenhöhe

Zumal Yannik Lunow Gefallen an der Aufgabe gefunden hat: „Es macht Riesenspaß“, sagt der, „ich werde das machen, solange ich gebraucht werde“. Dabei vergisst Lunow nicht, seinen Bruder Julian zu erwähnen. Der übernimmt wesentliche Teile der Trainingsgestaltung; Ansprache, personelle und taktische Aufstellung obliegen Yannik. „Und auf dem Platz regeln wir alles demokratisch“, freut sich Lunow. „Wir kommen fast alle aus Lienen – das ist sehr auf Augenhöhe“.

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