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Fußball: Kreisliga A

VfL Ladbergen entscheidet das Derby beim 2:0 gegen SW Lienen für sich

Ladbergen

Das Derby in der Kreisliga A geht an den VfL Ladbergen. Die Truppe von Trainer Stefan Kilfitt setzte sich am Sonntag gegen SW Lienen mit 2:0 durch.

Von André Fischer

Ladbergens Simon Ulrich Richter (rechts) auf dem Weg zur Führung, die Lienen vor dem Halbzeitpfiff schockte. Foto: Marco Westphal

Was wäre der Fußball ohne seine heiß und innig geliebten Derbys? Überall auf dem Planeten gibt es Rivalitäten. Die beiden Kontrahenten und die jeweiligen Fanlager befinden sich vor, während und nach dem Duell in einem Tunnel. Maximal euphorisiert – und mitunter maximal enttäuscht. Wenn sich beide Seiten nicht gerade die Punkte teilen, gibt es einen Gewinner, der feiert, einen Verlierer, der trauert. Gerade im Amateurbereich steckt beim Treffen unter Nachbarn eine ungeheure Brisanz. Keine Partei will einen Meter des Grüns herschenken. „Da kannst du auch nicht immer schön spielen oder viel taktieren“, weiß Stefan Kilfitt, Trainer des VfL Ladbergen. Der empfing am Sonntag mit seinen Jungs die Schwarz-Weißen aus Lienen zur besten Kaffeezeit am Sonntag auf der Sportanlage „Zur Königsbrücke“ zum Muskelspiel. Und rückte die Verhältnisse beim 2:0 (1:0) zurecht. „Unterm Strich verdient“, für Kilfitt. Sein Gegenüber Lars Falke sah das ähnlich, weil den Gästen aus seiner Sicht die Überzeugung fehlte, mehr reißen zu können.

Beide Seiten brauchten eine gewisse Zeit, um ins Spiel zu finden. Ladbergen operierte überwiegend mit langen Bällen. „Wir haben ganz gut gegenhalten können“, sah Falke nach dem 2:4 gegen Arminia Ibbenbüren zum Auftakt gute Ansätze. Und wenn Louis Hawerkamps Kracher Mitte der ersten Hälfte nicht am Pfosten, sondern im Tor des VfL gelandet wäre, wer weiß, welche Wendung die Partie genommen hätte. „Vielleicht hätten wir dann etwas Ruhe ins Spiel bringen können“, mutmaßt Falke. Es kam anders.

Die Führung für die Hausherren fiel zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt aus Sicht der Schwarz-Weißen. Als sich beide Seiten schon in den Kabinen wähnten, nahm Simon Ulrich Richter einen Ball an der Mittellinie auf, stürmte an Freud und Feind vorbei und dribbelte Lienens Tormann Joshua Heinze gekonnt aus: 1:0 (45.+1). „Ärgerlich“ für Falke – und ein Dämpfer.

So schnell erholten sich die Gäste nicht. Im zweiten Abschnitt versuchte der VfL den Deckel draufzumachen, hatte mehr Spielanteile. Bis in die Box kamen die Ladberger aber zu selten. Stattdessen hatte SWL Mitte des zweiten Durchgangs einen Freistoß, der fast den Ausgleich gebracht hätte. Levin Lukas fischte das Pfund von Dominik Winkler aus dem Winkel. Auf der anderen Seite sorgte Louis Alexander Schlathölter mit dem 2:0 für lange Gesichter bei den Schwarz-Weißen, die nun inklusive Pokalspiel die ersten drei Pflichtspiele verloren haben. „Am Sonntag gegen Falke Saerbeck geht wieder bei 0:0 los. Unsere Zeit wird noch kommen“, so Falke.

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