Regionalliga West: Sportfreunde wollen mit einem Sieg in Aachen letzte Zweifel am Klassenerhalt zerstreuen

Lotte mit neuer Leichtigkeit zur Alemannia

Lotte

Heiner Gerull

Szene aus dem Hinspiel, das die Sportfreunde mit 1:0 gewannen: Lottes Angreifer Conrad Azong schießt auf das Aachener Tor, Alemannias Takashi Uchino vermag den Ball nicht mehr zu blocken. Foto: Frank Diederich

An Überzeugung mangelt es den Sportfreunden jedenfalls nicht. „Die Jungs haben richtig Bock zu kicken“, sagt Trainer Andy Steinmann. Nach der normalen Übungseinheit legte sein Team am Donnerstag noch eine Extraschicht ein. Er erweckt den Anschein, als müsste Steinmann seine Schützlinge in ihrem Tatendrang sogar bremsen. Keine Frage – die Lust am Fußball ist zurückkehrt. Man spürt, dass die Mannschaft für die verbleibenden fünf Spiele noch ein Ziel hat. „Wir wollen die Saison als 15. beenden“, erklärt Steinmann. In Aachen könnte seine Elf einen weiteren Schritt in diese Richtung bewerkstelligen.

Die Voraussetzungen im Stadion Tivoli bieten geradezu fantastische Voraussetzungen, um den Ehrgeiz anzustacheln – auch wenn die 32 960 Plätze im Aachener Fußballtempel aus den bekannten Gründen am Samstag unbesetzt bleiben. „Es ist doch dieses Ambiente, das jeden Fußballer reizt, in solch einem Stadion sich zu zeigen und die letzten Prozente aus sich herauszuholen“, verkündet der SFL-Coach.

Motivationsstrategien braucht Steinmann jedenfalls nicht zu entwickeln. Dafür sorgt allein schon der Westfalenpokal, in dem die Sportfreunde die Chance haben, die Saison mit der Qualifikation für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal noch zu vergolden. Dazu müssten die Sportfreunde drei Spiele gewinnen. Das erste davon am Mittwoch (12. Mai), wenn die Sportfreunde beim Liga-Konkurrenten SV Lippstadt um den Einzug ins Halbfinale des Westfalenpokal-Wettbewerbs kämpfen. „Da will natürlich jeder spielen“, spürt Steinmann die Vorfreude. Die Chance, sich dafür zu empfehlen, bietet sich am Samstag im Punktspiel bei Alemannia Aachen.

Steinmann erwartet einen Gegner, der ähnlich auftreten wird wie zuletzt der Wuppertaler SV – mit hohem Mittelfeldpressing und aggressivem Zweikampfverhalten. „Die Aachener lassen aber auch Umschaltmomente zu, die wir mit Tempo und Dribblings nutzen wollen“, sagt der 36-Jährige, womit er aufzeigt, wo der ehemalige Bundesligist verwundbar ist.

Personell ist die Ausgangslage unverändert. Bis auf Drilon Demaj, der zwar wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, für den ein Einsatz aber noch zu früh käme, schöpft Steinmann aus dem Vollen. Gute Voraussetzungen also, um hinterher Fynn Müllers Geburtstag zu feiern – und jene Flasche an Hochprozentigem gemeinsam zu verkosten, die Müller am Donnerstag geschenkt bekommen hat

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