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Zweite Liga: Osnabrück beim FC St. Pauli

Spielt der VfL Osnabrück den Partycrasher?

Osnabrück

Noch wartet der VfL Osnabrück auf seinen ersten Saisonsieg im Jahr 2020. Dennoch bleibt VfL-Trainer Daniel Thioune vor dem Auswärtsspiel seiner Mannschaft beim FC St. Pauli cool und gelassen. Dafür gibt es Gründe.

hp

Joost van Aken (r.) ist am Sonntag im Spiel des VfL Osnabrück beim FC St. Pauli einsatzbereit. Der Niederländer hat seine Gehirnerschütterung auskuriert. Foto: dpa

Erstmals seit elfeinhalb Jahren gastiert der VfL Osnabrück am Sonntag (13.30 Uhr) zu einem Ligaspiel am Hamburger Millerntor. Trainer Daniel Thioune weiß, was seine Mannschaft beim FC St. Pauli erwartet – und er hat auch einen Plan, wie die Lila-Weißen den „Stadtmeister“ ärgern können.

„Die Zuschauer kommen, um die Derbyhelden zu feiern“, sagt Thioune und meint den 2:0-Triumph des FC St. Pauli im Volkspark gegen den HSV, „und St. Pauli wir sofort zeigen wollen, wer Herr im Haus ist. Da haben wir schon Ideen, wie wir das für uns nutzen wollen. Wir wollen der Partycrasher sein.“

Dabei stehen dem VfL-Trainer fast alle Akteure zur Verfügung – mit Ausnahme von Stürmer Assan Ceesay, dessen Rotsperre am Freitag nach mündlicher Verhandlung beim DFB-Sportgericht bestätigt wurde, und Etienne Amenyido, dessen Achillessehnenreizung zwar allmählich abklingt, aber frühestens Anfang nächster Woche einen dosierten Einstieg ins Teamtraining erlaubt.

Benjamin Girth und Marcos Alvarez können nach überstandener Erkältung spielen, Joost van Aken hat den Belastungstest nach seiner Gehirnerschütterung aus Karlsruhe bestanden. „Wir können aus den Vollen schöpfen“, sagte Thioune am Freitag vor dem Training im Stadion.

Der Trainer und seine Spieler freuen sich auf die spezielle Atmosphäre am Millerntor. „Die Stimmung ist laut und positiv, da müssen wir sofort gut im Spiel sein“, fordert der Fußballlehrer, der gute Erinnerungen an das Hamburger Kultstadion hat – vor allem an den 4:2-Sieg vor knapp 18 Jahren.

Seitdem hat der VfL nur noch einmal auf St. Pauli gewonnen: Am 14. August 2004 machte die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz in der Regionalliga einen 0:2-Pausenrückstand wett und schaffte durch Tore von Björn Joppe (2) und Thomas Reichenberger einen 3:2-Erfolg. Schiedsrichter war später der Spielmanipulation und des Wettbetrugs überführte Robert Hoyzer.

Von der mäßigen Rückrundenbilanz mit sechs sieglosen Spielen und nur drei Punktgewinnen will sich beim VfL niemand verrückt machen lassen. „Ich bin kritisch und achtsam, aber ich kann die Entwicklung nicht nur an den Ergebnissen beurteilen“, sagt Thioune.

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