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Fußball: Regionalliga West

Sportfreunde Lotte wollen (dreckigen) Sieg beim SC Wiedenbrück

Lotte

Für die Sportfreunde Lotte geht es in den kommenden Wochen ans Eingemachte. Eine englische Woche jagt die nächste. Am Samstag sind die Jungs von Trainer Andy Steinmann beim SC Wiedenbrück zu Gast. Gespielt wird um 14 Uhr.

Von Niklas Groß

Foto: Rolf Grundke

Corona und schlechte Platzverhältnisse wollten es so: Die Sportfreunde Lotte sind nunmehr das Team mit den wenigsten Spielen in der Regionalliga West. Während der Club in naher Zukunft zuhauf in englischen Wochen gefordert sein wird, war er am vergangenen Mittwoch ausnahmsweise mal nicht im Einsatz. Verwertbares gab es trotzdem für Trainer Andy Steinmann. So darf der Rödinghauser 1:0-Sieg über Preußen Münster durchaus als Blaupause dienen für Lottes Aufgaben von der Größenordnung eines SC Wiedenbrück, wo das Team am Samstag gastiert (14 Uhr, Jahnstadion). „Rödinghausen war nicht die bessere Mannschaft“, sagt Steinmann, hätte es aber einfach sehr gut verteidigt. Und so gilt für das Gastspiel im Kreis Gütersloh durchaus auch die Devise: 1:0 führen und dann verteidigen, nichts mehr zulassen, irgendwie an Zählbares kommen.

Denn „es bringt ja nichts“, wie Steinmann sagt, „du musst deine eigenen Punkte holen, sonst brauchen wir gar nicht auf die anderen zu schauen“. An die 40 Zähler müssten es am Saisonende wohl für den Klassenerhalt sein, macht noch sieben bis acht Siege für SFL in den ausstehenden 16 Spielen. In der vergangenen Saison fuhren die Sportfreunde beim SC Wiedenbrück Mitte Dezember 2021 den ersten Auswärtspunkt ein und starteten dann eine kleine Serie. Vielleicht ist das ja ein gutes Omen.

Am liebsten hätte die Mannschaft den Bock schon gegen Uerdingen umgestoßen. Während diese Begegnung in der Hinserie noch der Auslöser eines Negativlaufs war, sollte nun, in der Rückrunde, in eben diesem Spiel die Trendwende gelingen. „Da gingen die Köpfe schon nach unten“, berichtet Steinmann vom Moment der Absage. Er gab seinen Jungs am Montag und Dienstag frei. Kraft tanken für die anspruchsvollen Wochen, die den Sportfreunden jetzt ins Haus stehen. Oder, wie Steinmann sagt: „Wir können nicht nur unsere eigene Haut retten, sondern auch die des Vereins. Das kannst du in acht Wochen schaffen.“ In Wiedenbrück erwartet SFL dabei eine höchst anspruchsvolle Aufgabe. Der Gastgeber liegt auf Tabellenplatz sechs und verlor in den letzten 17 Spielen nur gegen Fortuna Köln und Preußen Münster – „weil sie von allem ein bisschen haben“, so Steinmann. Bjarne Pudel, Tim Böhmer und Lukas Denning brächten die nötige Mentalität mit, hauten auch mal dazwischen. Jan-Lukas Liehr und Said Harouz glänzten fußballerisch. „Das macht sie unberechenbar.“ Wiedenbrück sei, sagt Steinmann, in der Lage, einen Gegner an die Wand zu spielen, könne aber auch tief stehen, den Gegenüber kommen lassen und dann eiskalt zuschlagen.

Personell hat das Lotter Lager nur den Ausfall des erkrankten Austin Amer neu zu vermelden. Jhonny Peitzmeier und Erhan Yilmaz sind zurück, wobei Letzterer am Wochenende noch nicht wieder für einen Einsatz infrage kommt.

SC Wiedenbrück: Hölscher – Brosowski, Amedick, Zech, Tia – Demming, Liehr, Harouz, Kaptan – Szeleschus, Zahn

SF Lotte: Luyambula – Terzi, Minz, Sprekelmeyer, Fionouke – Franke, Han, Brauer – Lindner, Andzouana, Aydinel

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