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Fußball: Bezirksliga

TuS Graf Kobbo mit Rückenwind in die Rückserie

Tecklenburg

Knappe drei Wochen haben sie beim TuS Graf Kobbo das runde Leder beiseite gelegt, seit Donnerstagabend ist der Bezirksligist wieder im Training. Hält das Team seine Form, dürfte es das Abstiegsgespenst alsbald vertrieben haben.

Von Niklas Groß

Tecklenburgs Trainer Klaus Bienemann (2.v.l.) plant vier bis fünf Einheiten pro Woche in der Vorbereitung. Foto: Jörg Wahlbrink

Exakt einen Monat vor dem ersten Meisterschaftsspiel im neuen Jahr hat der TuS Graf Kobbo Tecklenburg am Donnerstagabend das Training wieder aufgenommen. Am 6. Februar geht es zum SC Hörstel, und man könnte meinen, es ist ein vorentscheidendes Spiel im Abstiegskampf. Schließlich kann der TuS den Tabellenvorletzten auf absurde 18 Punkte distanzieren. Was nicht mehr sein sollte als eine Randnotiz im Ligageschehen, ist insofern bemerkenswert, als Kobbo nach den ersten fünf Spielen der Saison 2021/22 selbst ähnlich aussichtslos dastand wie Hörstel heute: Nach einem mehr als unglücklichen Start in die Spielzeit lag der Club bei einem Punkt aus fünf Spielen.

Verheißungsvoller Start!?

Dabei hatte die Runde so verheißungsvoll begonnen. 20 Minuten des ersten Saisonspiels waren absolviert, da war der TuS in Recke mit 2:0 vorne – um sich quasi mit Abpfiff den Treffer zum 2:3 zu fangen. Ebenfalls unter keinem guten Stern stand der folgende Vergleich mit Bösensell (2:3), als Spielertrainer Julian Lüttmann kurz vor der Pause mit „einer lachhaften Roten Karte“ (Lüttmann) runter musste. Gedanken an die durchwachsene Sommer-Vorbereitung kamen jetzt hoch, in der Kobbo selten mit dem ganzen Kader hatte trainieren können, die vorangegangenen, wenig erfolgreichen Tests waren plötzlich wieder ein Thema – die Mannschaft steckte in einer Negativ-Spirale.

Hinzu kam, dass die Liga „Wild West“ spielte, wie Lüttmann es sagt, Teams wie Münster 08 unten reinrutschten und Kobbo so zusätzlich unter Druck setzten. Die Verantwortlichen machten einen Cut, trennten sich zwischenzeitlich von Tugay Gündogan und Aytac Kara und legten den Fokus zunächst auf die Defensivarbeit – und es lief: Aus den zwölf Spielen bis zur Winterpause holte Kobbo, später wieder mit Gündogan und Kara, 21 Punkte, darunter ein 4:2 bei Titelaspirant Greven 09. „Die Mannschaft weiß, dass sie jeden Gegner schlagen kann“, hat Lüttmann einen beträchtlichen Reifeprozess ausgemacht. „Diesen Rückenwind wollen wir mitnehmen, von Woche zu Woche punkten und uns so von den Abstiegsrängen langsam entfernen“, so der Spielertrainer.

Im Fokus: Fitness und das Thema Ballbesitz

Als nächstes also Hörstel, das letzte Spiel der Hinrunde, danach Recke, Bösensell, Gelmer und Borghorst – „diese vier Spiele haben wir im letzten Jahr alle verballert“, so Lüttmann, dessen Team nun den Beweis antreten kann, welche Entwicklung es im letzten halben Jahr genommen hat.

Eine Entwicklung, die Lüttmann und Trainerkollege Klaus Bienemann in der Winter-Vorbereitung optimieren wollen, die noch nicht zu Ende ist. „Stillstand bedeutet Rückschritt“, formuliert es der Spielertrainer und legt den Fokus für die kommenden Tage – Kobbo plant vier bis fünf Einheiten in der Woche – auf die Fußball-Fitness sowie den Komplex Ballbesitz.

Nicht mehr Teil des Kaders ist Aytac Kara, er hat sich dem Osnabrücker SC angeschlossen. Auch Gökhan Samanci steht dem Verein nicht mehr zur Verfügung. Dafür sind die Langzeitverletzten Alessio Wilms und Arton Balja wieder an Bord. Seinen ersten Winter-Test bestreitet Kobbo in einer Woche gegen den Tabellenelften der Bezirksliga Weser-Ems 5, den SV Bad Laer.

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