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Badminton: World Tour Finals

Abstand zur Weltspitze schrumpft – Li-Premiere auf Bali

Lüdinghausen

Yvonne Li (Union Lüdinghausen) nimmt ab Mittwoch (1. Dezember) an den World Tour Finals der acht besten Spielerinnen des Kalenderjahres auf Bali teil. Für DBV-Sportdirektor Martin Kranitz kommt der Coup nicht von ungefähr.

Von Florian Levenig

Misst sich ab Mittwoch auf Bali mit den Besten der Besten: Lüdinghausens Nummer eins Yvonne Li. Foto: dpa

Das internationale Ranking ist, coronabedingt, immer noch „ein bisschen verzerrt“, wie Martin Kranitz einräumt. Gleichwohl nehme Yvonne Li mit Fug und Recht an den World Tour Finals der acht besten Spielerinnen des zu Ende gehenden Kalenderjahres auf Bali teil, findet der Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV). Es sei ja an der Stelle nicht die Weltrangliste (die die Deutsche Meisterin aktuell als Nummer 24 ausweist) von Belang, sondern das Abschneiden bei den großen Turnieren in 2021.

Li habe, so Kranitz, im Vorjahr, als aufgrund der Reisebeschränkungen mehrere Top-Spielerinnen aus Asien den wichtigsten internationalen Wettbewerben fernblieben, „die Gunst der Stunde genutzt. Sie hat sich in der Rangliste so weit nach vorn gearbeitet, dass sie inzwischen praktisch überall ein Startrecht besitzt.“

Unionistin kitzelt Sindhu und Co.

Während die 23-Jährige in Europa seit geraumer Zeit schon zu den Besten zählt (bei den Indonesia Open gelang ihr kürzlich die erfolgreiche EM-Revanche, als sie die Dritte von Kiew, Neslihan Yigit, in drei Sätzen niederrang), fehle zur absoluten Weltspitze noch ein bisschen was, weiß der DBV-Sportchef. Aber: „Mit jedem Match, das Yvonne auf diesem absolut höchsten Niveau bestreitet, wird der Abstand ein wenig kleiner.“ Kranitz verweist in dem Zusammenhang auf die zurückliegenden Duelle mit den Top-Fünf-Spielerinnen Akane Yamaguchi und Nozomi Okuhara (beide Japan) sowie der Inderin Pusarla V. Sindhu, denen Li zumindest jeweils einen Satz lang auf Augenhöhe begegnete.

Die Lüdinghauserin selbst ließ über ihre sozialen Netzwerke verlauten, sie nehme – trotz der Zweisatzniederlage (12:21, 18:21) – „viel Positives“ mit aus der jüngsten Partie gegen Sindhu (immerhin die amtierende Weltmeisterin sowie Bronzemedaillengewinnerin von Tokio) und freue sich auf ihre Premiere bei den World Tour Finals. Kranitz hofft, dass seine Nummer eins auf Bali „zumindest ein Gruppenspiel gewinnt und sich ähnlich gut präsentiert wie in den vergangenen Wochen“.

Li trifft bei dem so prestigeträchtigen Event in Indonesien am heutigen Mittwoch zunächst auf die top-gesetzte Thailänderin Pornpawee Chochuwong. Erneut Sindhu und Line Christophersen (Dänemark) heißen die weiteren Vorrundengegnerinnen. Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten erreichen beim mit 1,5 Millionen US-Dollar dotierten Turnier das Halbfinale.

Toller Erfolg, aber . . .

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