1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Luedinghausen
  6. >
  7. Alleskönner mit Durchblick – Christoph Blesz seit Wochen eine Bank

  8. >

Fußball: Bezirksliga 9

Alleskönner mit Durchblick – Christoph Blesz seit Wochen eine Bank

Lüdinghausen

Christoph Blesz, Mittelfeldstratege des SC Union Lüdinghausen, ist in bestechender Verfassung. Ein Nasenbeinbruch konnte den Routinier nur kurz stoppen. Den WN hat der 30-Jährige verraten, wo er nächstes Jahr kicken wird.

Von Florian Levenig

Maskenpflicht vorbei: Seit Christoph Blesz (l.) freie Sicht hat, ist der Union-Antreiber in bestechender Verfassung. Foto: Leon Sicking

Werner Stattmann zuckte zusammen. „Zu früh“, argwöhnte das 08-Vorstandsmitglied, als Christoph Blesz im Bezirksliga-Derby beim FC Nordkirchen nach nur zwölf Minuten den gelben Karton sah. Stattmanns nicht ganz unbegründete Sorge: Lüdinghausens Mittelfeldstratege würde in den verbleibenden 80 Minuten im Zweifel eher zurückziehen, um keine zweite Verwarnung zu kassieren. Tatsächlich passierte nichts dergleichen. Der 30-Jährige ging, weil er sich auf sein sensationelles Timing verlassen kann, weiterhin keinem Zweikampf aus dem Weg, räumte (fair) ab, was abzuräumen war, kurbelte unermüdlich das Union-Spiel an und war nach allgemeinem Dafürhalten auffälligster aller 22 Akteure auf dem Feld. Schade nur, dass Blesz` 25-Meter-Fackel kurz vor Schluss nicht den Weg ins FCN-Tor fand – es wäre die Krönung eines bemerkenswerten Auftritts gewesen.

Nun ist es nicht so, dass die Union-Verantwortlichen je am fußballerischen Vermögen des Alleskönners gezweifelt hätten. Genau deswegen haben sie den vielfach U 19-Bundes- und Westfalenligaerprobten (RW Ahlen/Preußen Münster 2, TuS Hiltrup) ja im Sommer geholt. Trotzdem liegt Daniel Schürmann, mit seiner Einschätzung richtig, „dass Christoph erst jetzt wirklich bei uns angekommen ist“.

Schmerzhafter Start

Blesz pflichtet dem Coach der Steverstädter bei: „Der Nasenbeinbruch am Ende der Vorbereitung hat mich schon etwas zurückgeworfen. Ich war mit der Gesichtsmaske eingeschränkt, habe mich auf dem Rasen unwohl gefühlt.“ Längst hat Lüdinghausens Sechser, um im Bilde zu bleiben, wieder den Durchblick. Die überragende Leistung in Nordkirchen: kein Einzelfall, seit Wochen ist der Mann in bestechender Verfassung.

Umso glücklicher sind Schürmann und Co., dass ihnen der Mittelfeldstratege noch ein Weilchen erhalten bleibt. Blesz, der mittelfristig auch als spielender Co-Trainer fungieren könnte, hat sein Arbeitspapier – als erster Unionist – um ein Jahr verlängert. „Es gab ja keinen Grund für einen Wechsel“, meint Blesz lapidar. Er sei in fünf Minuten beim Training, und die Mannschaft habe es ihm „sehr leicht gemacht, mich hier einzufügen“.

Spitzenreiter gibt sich die Ehre

Rohdiamanten bleiben

Startseite
ANZEIGE