Afrika-Hilfsprojekt

Badminton-Profis kompensieren Vielfliegerei

Münster

Im Schnitt stößt jeder Erdenbürger 4,8 Tonnen CO2 im Jahr aus. So gesehen ist Kai Schäfer eine Umweltsau. Allein seine Vielfliegerei schlägt mit 28 Tonnen zu Buche. Zeit, der Natur etwas zurückzugeben.

Florian Levenig

Das gemeinsame Aufforstungsprogramm von BadmintONEarth und der gemeinnützigen Foto: IMAGO/AndreyPopov

Flugscham ist, bezogen auf Kai Schäfer, völlig unangebracht. Der 26-jährige Badminton-Nationalspieler jettet ja nicht aus Jux und Tollerei um die Welt. Vielmehr hetzt Schäfer von Kontinent zu Kontinent, weil der Weltverband (BWF) ein Turnier nach dem nächsten durchpeitscht, gerade in vorolympischen Jahren. Dort gibt es, je nach Abschneiden, Zähler, in ein paar Tagen wird zusammengerechnet. Für einen Teil der deutschen Asse kommt erschwerend hinzu, dass sie, anders als die Top-Asiaten, keine automatische Einladung zu den punkteträchtigsten Events erhalten, sie im Zweifel also noch mehr kleinere Turniere besuchen müssen als die Konkurrenz. Schäfer, bis 2020 die Nummer eins des Bundesligisten Union Lüdinghausen, hat es tatsächlich geschafft. Das Tokio-Ticket (falls die Spiele denn stattfinden) ist ihm praktisch nicht mehr zu nehmen. Dafür ist sein ökologischer Fußabdruck: verheerend.

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