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Badminton: WM

Bloß nichts riskieren – Gesundheit geht für Josche Zurwonne vor

Lüdinghausen

Josche Zurwonne nimmt bereits zum vierten Mal an einer Individual-Weltmeisterschaft teil. Wenn er denn überhaupt startet in Nanjing/China. Die bange Frage lautet: Hält das Knie des Lüdinghausers?

Florian Levenig

Josche Zurwonne (l.) nimmt zum vierten Mal an einer Weltmeisterschaft teil, für Jones Jansen ist es der zweite WM-Start. Foto: Claudia Pauli/DBV

Dass Josche Zurwonne mit Verspätung nach Asien gereist ist, liegt nicht etwa daran, dass er so gern im selben Flieger wie Freundin und WM-Nachrückerin Eva Janssens sitzen wollte. Vielmehr verhinderten anhaltende Knieprobleme des Lüdinghausers einen Einsatz in Singapur, beim letzten Härtetest vor der Individual-Weltmeisterschaft, die am Montag im chinesischen Nanjing beginnt.

Ganz genau wisse er insofern nicht, wie konkurrenzfähig Doppelpartner Jones Jansen (Wipperfeld) und er kommende Woche sein werden. Ziele mag er auch keine formulieren. Zwar hätten Jansen und er alle drei bisherigen Duelle mit den russischen Auftaktgegnern Konstantin Abramov/Alexandr Zinchenko gewonnen. Aber: „Alle drei Begegnungen waren richtig eng. Wir tun also gut daran, uns nicht mit möglichen Gegnern in den Folgerunden zu befassen.“ Wahrscheinlich bekämen Zurwonne/Jansen es im Falle eines Weiterkommens im Sechzehntelfinale mit den gesetzten Japanern Hiroyuki Endo/Yuta Watanabe zu tun.

Während seine Vereinskollegen Janssens, Linda Efler und Kai Schäfer in China ihr WM-Debüt feiern, ist es für den Routinier in DBV-Team bereits die vierte Teilnahme. 2017, in Glasgow, war für den Steverstädter und seinen just eingebürgerten Doppelpartner trotz starker Auftritte in der Runde der letzten 32 Schluss.

Olympia-Quali im Zweifel wichtiger

In den verbleibenden Tagen bis zum Beginn der Welttitelkämpfe absolvieren Zurwonne und Co. ein Trainingslager in Taiwan. Dort entscheide sich auch, ob er im Zweifel die Reißlinie ziehe, so der Unionist: „Wir werden nichts riskieren. Klar ist die WM der Höhepunkt in diesem Jahr. Aber noch wichtiger ist mir meine Gesundheit.“ Schon aus der Nordamerika-Tour war der 29-Jährige wegen des lädierten Kniegelenkes vorzeitig ausgestiegen.

Zumal nichts das Fernziel Tokio 2020 gefährden soll. Bereits im Herbst beginnt der Qualifikationsmarathon für Olympia. Zurwonne ist da ein gebranntes Kind. Schon 2015, ein Jahr vor Rio, kostete den Ur-Lüdinghauser eine Verletzung seines damaligen Nebenmannes Max Schwenger die Teilnahme an den Spielen. In zwei Jahren, mit dann 31, hat Zurwonne womöglich die letzte Chance, beim weltweit größten Sportereignis an den Start zu gehen.

Schäfer und Janssens ohne Druck, Efler im Fokus

Ingo Kindervater nimmt gleich mal Druck von Lüdinghausens WM-Novizen. „Für Kai Schäfer und Eva Janssens ist es schon toll, überhaupt dabei zu sein“, so der Bundestrainer. Lernen, Spaß daran haben, sich mit den Besten zu messen – das sind Dinge, die der Ex-Unionist seinen Nachfolgern mit auf den Weg gibt. Wobei: „Wenn Kai mit der nötigen Aggressivität zu Werke geht, kann er seinen Gegner vielleicht kitzeln“. Der 25-Jährige, aktuell die Nummer 106 in der Welt, trifft in Runde eins auf Top-25-Mann Hans-Kristian Vittinghus (Dänemark). Janssens und Efler sind in ihrem Auftaktmatch gegen Doha Hany/Hadia Hosny laut Kindervater nicht chancenlos, obschon sie im BWF-Ranking als 81. knapp hinter den Ägypterinnen (Nr. 74) liegen. Anders sei der Fall im Mixed für Linda Efler und Marvin Seidel gelagert, so der Nationalcoach. Zwar feiert auch die 22-Jährige ihre WM-Premiere. Aber: „Marvin und Linda haben international schon mehrfach geglänzt. Mit jedem Erfolg nehmen die Erwartungen zu.“ Das Duo aus Lüdinghausen und Bischmisheim, in der Weltrangliste zuletzt bis auf Position zwölf vorgerückt, bekommt es zunächst mit Ben Lane/Jessica Pugh (England) zu tun.

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