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Motorsport: Grasbahnrennen

„Da war gar nichts sicher“ – AMSC-Chef Schiemert über Re-Start am Ring

Lüdinghausen

Das internationale Grasbahnrennen hat pandemiebedingt zwei Jahre ausgesetzt. Am kommenden Donnerstag (26. Mai) dröhnen auf dem Westfalenring wieder die Motoren. Der neue Vorsitzende des AMSC Lüdinghausen freut sich schon.

-flo-

Immer ein Hingucker: die Wettbewerbe der Gespannfahrer auf dem Westfalenring. Foto: nit

Eine Woche noch (26. Mai), dann steigt, nach zwei Jahren Corona-Pause, die 81. Auflage des internationalen Grasbahnrennens auf dem Westfalenring. Wie die Vorbereitungen laufen, hat Dirk Schiemert, der neue Chef des Ausrichters AMSC Lüdinghausen, unserem Redaktionsmitglied Florian Levenig verraten.

Als Sie Ende Januar zum Vorsitzenden gewählt wurden, da lag die Sieben-Tage-Inzidenz NRW-weit nirgends so hoch wie im Kreis Coesfeld. Wie groß war Ihre Sorge, dass das Rennen ein drittes Mal ausfallen könnte?

Schiemert: Sicher war zu dem Zeitpunkt noch gar nichts. Wir hatten zwar gehofft, dass sich das Infektionsgeschehen bis zum Frühjahr beruhigt. Aber wir wussten ja nicht, welche Auflagen dann noch gelten. Im Raum stand ein Limit von 1000 Zuschauern. Finanziell wäre das ein Desaster geworden.

Wie viele müssen am Vatertag kommen, damit sich die Veranstaltung rechnet?

Schiemert: Etwa 3000. Die Vorverkaufszahlen sind vielversprechend. 4500 Besucher wären optimal, so viele waren es 2019, beim bisher letzten Rennen.

Wie ist der AMSC wirtschaftlich durch die Krise gekommen?

Schiemert: Mit einem blauen Auge, würde ich sagen. 2020 und 2021 wurde das Rennen so zeitig abgesagt, dass wir keine horrenden Kosten hatten.

Und in puncto Vereinsleben?

Schiemert: Auch da sieht es ganz gut aus. Bei der Jahreshauptversammlung waren 60 Leute. Für einen Verein von 140 Mitgliedern – darunter etliche passive oder solche, die inzwischen weit weg von Lüdinghausen leben, ist das sehr ordentlich. Auch am kommenden Mittwoch und Freitag, beim Auf- und Abbau, helfen jeweils über 50 Mitglieder.

Wie ist es um den AMSC-Nachwuchs bestellt?

Schiemert: Auch da sind die Zahlen überraschend gut. Wir haben in unserer Kartslalom-Abteilung 30 Kinder und Jugendliche. Damit sind wir am Limit.

Und auf zwei Rädern? Der nächste Christian Hülshorst schon in Arbeit?

Schiemert: Wir haben da so einen „jungen Wilden“ im Verein, mehr will ich noch nicht verraten. Das wäre viel zu früh. Im Übrigen gehe ich davon aus, dass uns „Hülse“ und Jens Benneker noch ein paar Jahre erhalten bleiben. Als AMSC-Fahrer sind sie schließlich die Zugpferde des Grasbahnrennens.

Es geht aber nicht nur um dröhnende Motoren, oder? Zwei ehemalige Volleyballer aus Lüdinghausen haben den WN mal erzählt, dass sie sich einmal im Jahr in der Heimat treffen – beim Renntag.

Schiemert: Das ist so. Natürlich machen wir zuallererst eine Sportveranstaltung. Aber das Rennen ist schon auch ein Gesellschaftsereignis. Ein Event, dem wir seit geraumer Zeit Rechnung tragen – und zu dem eben auch die Kinderbelustigung, der Messebereich oder das Mofarennen am Vorabend zählen.  www.amsc-luedinghausen.de

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