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Motorsport: Grasbahnrennen

Das ist ja wohl der Gipfel – Hülshorst siegt auf dem Bergring

Lüdinghausen

Christian Hülshorst (AMSC Lüdinghausen) hat in Teterow das Rennen um den Bergringpokal gewonnen. Es war nicht der erste Triumph des 45-Jährigen auf dem spektakulär welligen Kurs im Landkreis Rostock.

-flo-

In Teterow eine Klasse für sich: AMSC-Mann Christian Hülshorst. Foto: nit

Aufs und Abs kennt Christian Hülshorst zur Genüge. Im Motorsport liegt das in der Natur der Sache – ein technischer Defekt, ein Sturz: alles nicht planbar. Nun könnte der Zweiradpilot vom AMSC Lüdinghausen auf dieses ewige Rauf und Runter (das vor allem) gut verzichten, im übertragenen Sinne jedenfalls – nicht aber auf die wortwörtliche Berg- und Talfahrt in Teterow.

Es gebe, sagt der Routinier, kaum ein Rennen, das ihm so am Herzen liege (außer vielleicht dem Heimspiel am Westfalenring). Und bei dem er, anders als in der Heimat, so beständig erfolgreich ist. Bereits 2003, mit Mitte 20, triumphierte Hülshorst auf dem spektakulären Kurs in Mecklenburg-Vorpommern, es folgten weitere Podestplätze. Jetzt, bei der 100. Austragung, stand der seit wenigen Tagen 45-Jährige wieder ganz oben auf dem Podest. Was für ein Geburtstagsgeschenk.

Teterow, dieser beinahe mythische Ort, und Hülshorst, „einer der größten Entertainer am Grasbahnlenker“, wie es beim Branchenportal speedway.com so treffend heißt: Das passt. Schon beim „Preis der Nationen“ (Platz drei) und dem Wettbewerb ums „Grüne Band“, den der Steverstädter als Zweiter beendete, lief laut Hülshorst alles rund.

Start aus Reihe drei

Die Krönung – besser: der Gipfel – dann das Rennen um den Bergringpokal. Weil er in den Vorläufen als Erster und Dritter so gut abgeschnitten hatte, musste „Hülse“ – Fluch der guten Taten – bei diesem Handicap-Rennen aus der letzten Reihe starten. Dann jedoch pflügte der spätere Sieger förmlich durchs Feld, meisterte – sehr zur Freude der 12 000 Zuschauer – die steilen Rampen ebenso wie die rasanten Abfahrten und profitierte schließlich davon, dass der ähnlich starke Engländer Paul Cooper (gewann 2019 am Westfalenring) stürzte. „Für Paul tut’s mir ein bisschen leid“, sagte Hülshorst anschließend den TV-Kollegen vom NDR, dennoch sei Platz eins „richtig geil“.

Nicht ganz so gut lief es in Teterow für Jens Benneker. Zwar wurde der zweite AMSC-Fahrer beim Triumph des Vereinskollegen guter Vierter, ein missverständliches Startkommando kostete ihn aber ein noch besseres Abschneiden. Den Endlauf ums „Grüne Band“ verpasste Benneker um Haaresbreite. Dort gab es einen Schreckmoment, als Dave Meijerink stürzte, zunächst regungslos auf der Piste lag und per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Rostock gebracht wurde. Der junge Niederländer habe die Klinik aber schon wieder verlassen, heißt es im NDR-Bericht.

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