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Fußball: Kreisliga A 2 Ahaus/Coesfeld

Das nächste Kapitel für Christoph Blesz bei Union Lüdinghausen

Lüdinghausen

Union Lüdinghausen hat am Sonntag (14. August), 15 Uhr, in Spiel eins nach dem Abstieg aus der Bezirksliga Adler Buldern zu Gast. Ein Schwarz-Roter wird dann gleich doppelt gefordert sein.

Von Florian Levenig

Fungiert künftig nicht nur als Abräumer und Antreiber in der Zentrale, sondern zusätzlich als spielender Co-Trainer: Christoph Blesz (r.). Foto: flo

Christoph Blesz trifft am Abstieg des SC Union Lüdinghausen in die Kreisliga A mit die geringste Schuld. Regelmäßig zählte der Routinier mit ausgiebiger Westfalenliga-Vergangenheit (TuS Hiltrup, Preußen Münster 2) in seiner ersten Saison am Ring zu den besten Nullachtern. Fast folgerichtig die Beförderung im Sommer: Der 31-Jährige soll nicht nur weiter im Zentrum den Laden zusammenhalten und das Union-Spiel ankurbeln. Er ist ab sofort auch spielender Assistent des neuen Cheftrainers Yannick Gieseler.

Was schon deshalb Sinn ergibt, da der 31-Jährige auf dem Rasen die Dinge ebenfalls strategisch angeht. Eine spätere Tätigkeit an der Seitenlinie kann sich Blesz „absolut vorstellen, aber momentan fühle ich mich noch fit genug und habe vor allem Bock darauf, weiter auf dem Acker zu stehen“. Nein, mit einem Abstieg will sich der Mann wahrlich nicht vom Fußball verabschieden.

Vorbereitung „okay“

Wobei ja niemand bei Union seither in Sack und Asche gehe: „Das Kapitel ist abgehakt.“ Die Vorbereitung sei „okay“ gewesen, mit besseren (BSV Roxel) und weniger guten Auftritten (TuS Wüllen). Wobei sich ein 4:0 im Pokal auf dem Papier ja gar nicht so schlecht liest. Ist der verantwortliche Coach danach mit seiner Truppe zu hart ins Gericht gegangen? „Gar nicht, ich teile Yannicks Meinung komplett. Das war viel zu wenig. Und auch die Jungs sind selbstkritisch genug, das einzusehen. Niemand wusste nachher so genau, wie wir in Wüllen überhaupt vier Treffer erzielen konnten.“

Überhaupt funkten Gieseler und er „in fast allen Dingen auf einer Welle. Wir haben zwar nie gemeinsam gekickt, waren aber teils für dieselben Vereine aktiv. Das prägt sicher ein Stück weit.“

Und was haben sich die Lüdinghauser in Spiel eins am Sonntag (14. August), 15 Uhr, daheim gegen Adler Buldern vorgenommen? „Das, was Yannick ja schon im Vorfeld kommuniziert hat: mit hoffentlich viel Ballbesitz, mehr Struktur und Zug zum Tor agieren.“

Mit jedem Erfolg mehr Selbstvertrauen

Aber waren das nicht genau die großen Baustellen der vergangenen Jahre? Der letzte Pass, der oft nicht ankam, der fehlende Vollstrecker? „Ja, stimmt“, räumt Blesz ein, „aber ich denke, wir sind in beiden Bereichen ganz gut aufgestellt.“ Für die Zehn sei zum Beispiel der junge Mathis Wichmann ein Kandidat. Und: „Butzen können bei uns eh viele. Ob das ein Sascha Schmidt ist, der nach seiner ewig langen Verletzungspause eine tolle Vorbereitung bestritten hat, ein Nils Husken, ein Nils Weimer oder ein Niklas Hüser.“ Wichtig sei, sich nach drei, vier Jahren permanenter Abstiegsangst Selbstvertrauen zu holen – „und das geht natürlich am besten über Erfolgserlebnisse, die sich, da bin ich absolut von überzeugt, in den nächsten Wochen auch einstellen werden“.

Ob der direkte Wiederaufstieg ein Thema sei? „Ich kenne die Liga und die künftigen Gegner zu schlecht, um das realistisch einschätzen zu können. Aber ein Platz im oberen Drittel sollte es schon sein.“ Gleichwohl sind Blesz und Co. vor dem Auftaktmatch gewarnt: Buldern unterlag zuletzt im Pokal Oberligist Vreden erst nach Elfmeterschießen.

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