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Internationales Grasbahnrennen

Der fliegende Holländer macht es

Lüdinghausen

Drei lange Jahre hatten die vielen Motorsportfreunde auf diesen Tag warten müssen, bis auf der Grasbahn des Lüdinghauser Westfalenrings wieder die Motoren der zwei- und dreirädrigen Maschinen aufheulten. Einen besonders guten Tag erwischt hatte ein Niederländer.

Von Michael Beer

Dicht an dicht kämpfen die Fahrer um die besten Plätze vor dem Finish. Foto: Michael Beer

Drei lange Jahre hatten die vielen Motorsportfreunde auf diesen Tag warten müssen, bis auf der von allen Fahrern gelobten Grasbahn auf dem Westfalenring wieder die Motoren der zwei- und dreirädrigen Maschinen am Himmelfahrtstag aufheulten. Der Vatertag war für die meisten gerettet. Und bei schönem Wetter und spannenden Rennen war die Stimmung auf den mit rund 5000 Besuchern gefüllten Rängen prächtig.

„Diesen Geruch habe ich lange vermisst“, sagte ein Besucher. Aus allen Ecken dröhnte laute Musik, Bengalos wurden gezündet, Würstchen und andere Leckereien gegrillt, manche Fans hatten quasi ihre Hausbar mitgebracht, denn endlich durfte mit den Stahlschuhartisten auf der Graspiste wieder gefeiert werden. Und diese gute Laune von außen fand auch den Zuspruch der nationalen und internationalen Motorsportler, die ihren Teil zu einem gelungenen Lauf­event beitrugen.

„Wir mussten diese Rennveranstaltung zwar nicht neu erfinden, haben aber einiges geändert. Unsere Mitglieder haben im Vorfeld große Arbeit geleistet, um diesen Tag zu einem Erfolg werden zu lassen“, sagte Dirk Schiemert, der neue Vorsitzende des AMSC, der zum 81. Mal dieses Rennen durchführte.

Und das setzte sich im sportlichen Bereich nahtlos fort, denn gleich im ersten Lauf der Internationalen Soloklasse zeigte Lokalmatador Christian „Hülse“ Hülshorst, dass er endlich mal auf das Treppchen bei seinem Hausrennen wollte. Immer fuhr er in der Spitze mit. Mit einem zweiten, zwei dritten und einem vierter Rang verfehlte er zwar knapp die direkte Teilnahme am A-Finale, hatte aber noch die Chance, als Dritter im B-Finale den Endlauf zu erreichen. Auf Platz drei liegend riss das Zündkabel – entsprechend groß seine Enttäuschung.

Dafür sorgte Jens Benneker mit einer tollen Aufholjagd im B-Lauf für Jubel. Er holte den dritten Rang und qualifizierte sich damit für den A-Lauf, wo er am Ende Sechster wurde. Der Niederländer Jannick de Jong wurde klarer Sieger, vor Stephan Katt und Mika Meijer. Packende Zweikämpfe lieferten sich Markus Venus/Markus Heiß aus Pfarrkirchen und das niederländische Duo Wilfried Detz/ Wendy Arling bei den Gespannen, das die Deutschen am Ende für sich entscheiden konnten.

In der nationalen Soloklasse war Sem Ensing vom AC Vechta das Maß aller Dinge, er konnte alle Läufe für sich entscheiden. Manfred Knappe aus Traunstein belegte den zweiten Rang, vor Jens Buchberger von den Motorfreunden Niederelbe. Knappe kam noch ein zweites Mal auf dem Siegerpodest, denn in der Enduroklasse belegte er hinter Andre Plogmann aus Sassenberg und Daniel Wewers vom AMSC Lüdinghausen den dritten Rang. Dominik Durau (ebenfalls AMSC) belegte knapp geschlagen den vierten Rang.

Unangetastet blieb der Bahnrekord von Robert Barth, der vor 22 Jahren mit 129,68 km/h die Stadionrunde absolvierte. Jörg Tebbe gewann die Solofahrt über die 1000 Meter, kam mit 126,17 km/h aber nicht an die Zeit von Barth heran.

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