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Badminton: Bundesliga

Der Star ist die Spielstätte – Auftakt daheim für Union Lüdinghausen

Lüdinghausen

Für Union Lüdinghausen beginnt die 20. Spielzeit in der Beletage am Sonntag (12. September), 15 Uhr, mit einem Heimspiel gegen Vorjahresaufsteiger SV GutsMuths Jena. Neues Personal gibt’s nicht zu bestaunen. Trotzdem werden die Fans große Augen machen.

Von Florian Levenig

Noch steht Michael Schnaase vor leeren Tribünen. Ändern wird sich das beim Saisonauftakt der Lüdinghauser am Sonntag, 14 Uhr. Foto: flo

Während die Konkurrenz im Sommer teils überaus namhaftes Personal für die kommende Spielzeit verpflichtet hat (siehe unten), tat sich bei Union Lüdinghausen in puncto Transfers: nichts. Dass die Nullachter den Fans 2021/22 nichts Neues zu bieten haben, ist trotzdem blanker Unsinn. Man könnte sogar sagen: Der Star ist die Halle. Oder, Michael Schnaase? „Auf jeden Fall. Auch wenn beim ersten Heimspiel am Sonntag noch ein paar Dinge wie die neue Anzeigetafel fehlen: Das ist schon ein echtes Schmuckstück.“

Eines, in dem im Übrigen nicht nur die Heimspiele des hiesigen Badminton-Bundesligisten ausgetragen würden, wie der 08-Teammanager weiter ausführt: „Im Frühjahr richten wir ein U 15-Bundesranglistenturnier aus. Da werden einige unserer Top-Talente im Einsatz sein.“ Aber auch für Länderspiele oder, „auf Sicht“, das Final-Four-Turnier um die Mannschaftsmeisterschaft sei die Arena an der Konrad-Adenauer-Straße künftig eine exzellente Adresse, meint Schnaase.

Keine Verstärkungen

Denn obschon das Team diesmal ohne Verstärkungen auskommen muss: Die Nullachter zählen ihrem Selbstverständnis nach weiter zu jenen Mannschaften, die – mindestens – die Playoffs anvisieren, idealerweise sogar das Endturnier der besten vier Teams. Was einerseits der Blick in die Annalen nahelegt – Union war in 19 Jahren Beletage stets mindestens Sechster – und andererseits der Kader tatsächlich hergibt. Zuletzt, bei der Individual-DM in Mülheim schnitt kein anderer Klub so gut ab wie Lüdinghausen.

„Wir können“, betont der Teammanager, „an einem guten Tag und in Bestbesetzung jeden Gegner schlagen.“ Allein beim Thema Meisterschaft ist Schnaase zurückhaltender als vor einem Jahr. Da hatten die Nullachter soeben den zigfachen nationalen Titelträger Max Weißkirchen sowie zwei Niederländer mit beachtlicher Perspektive, Ties van der Lecq (Doppel) und Aram Mahmoud (Einzel), verpflichtet. Der Hintergedanke damals: mittelfristig an die ganz großen Erfolge – die Titelpremiere 2014 und die Vizemeisterschaft zwei Jahre später – anzuknüpfen.

Wipperfeld Top-Favorit

Für Platz eins, zumindest nach Abschluss der Hin- und Rückrunde, kommt indes aktuell laut Schnaase nur ein Team in Betracht: der 1. BC Wipperfeld. Der Zweite der Vorsaison hat seinen eh schon erlesenen Kader im Sommer weiter veredelt. In der Spitze wie – das der Unterschied zu Union – in der Breite. Die Oberbergischen könnten „den Ausfall von zwei, drei, vier Topspielern locker kompensieren. Diesen Luxus haben wir nicht“, so der 08-Chef. Stehen wichtige internationale Begegnungen an oder verletzt sich ein Unionist, dürfte es eng werden für die Steverstädter.

Jetzt Sonntag (5. September), 14 Uhr, wenn Vorjahresaufsteiger SV GutsMuths Jena in der neuen Halle gastiert, sieht es personell hingegen gut aus bei den Gastgebern. Die Stars um Weißkirchen, Yvonne Li und Linda Efler dürften schon deshalb mit von der Partie sein, um den 08-Fans die frischgebackenen DM-Medaillengewinner zu präsentieren. Entsprechend hoch sind die Erwartungen aufseiten der Heimmannschaft. Zwei Zähler seien „das Minimum“, verrät Schnaase. Besser wären drei, also ein 6:1 oder ein 7:0. Jena zählt zu den wenigen Teams in der Liga, die nicht auf dem Spielermarkt zugelangt haben.

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