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Tischtennis: Talent

Dick positiv und Spaß dabei – David Westhoff angekommen

Lüdinghausen

David Westhoff, 15 Jahre jung, schlägt sich bislang prächtig bei den Erwachsenen des SC Union Lüdinghausen. Im Nachwuchsbereich steht am Samstag der nächste wichtige Termin an – falls der Youngster rechtzeitig fit wird.

Lehrt die meist deutlich erfahrenere Konkurrenz in der Landesliga das Fürchten: David Westhoff. Foto: C. Besse

Ein gesundes Selbstvertrauen hat bekanntlich noch keinem Sportler geschadet. Jedenfalls eröffnete David Westhoff seinem Papa Christian – beide schlagen für Union Lüdinghausen auf – beim Campingurlaub im Sommer, dass er im oberen Paarkreuz der Landesliga-Mannschaft ja wohl „dick positiv“ abschneiden werde. Vater Westhoff gab dem Filius den Rat, doch bitte „den Ball flach zu halten“. David kenne die Liga doch gar nicht. Und überhaupt stünden in der Spielklasse an den Positionen eins und zwei teils echte Hochkaräter an der Platte.

Ein knappes halbes Jahr später muss man dem Junior attestieren, dass er für seine 15 Jahre nicht nur ein exzellenter Tischtennisspieler ist, sondern auch über seherische Fähigkeiten verfügt. Westhoffs bisherige Ausbeute: 7:2 Siege. Dick positiv.

Enormer Sprung

Wobei die Erfolgsbilanz des Sohnemanns nicht (nur) am Vertrauen des Heranwachsenden in die eigene Stärke liegt, wie Christian Westhoff betont: „Er hat, seit wir in Lüdinghausen sind, einen enormen Sprung nach vorn gemacht.“ Was auch und gerade mit dem Wechsel vom TTC BW Datteln an die Stever zu tun habe. Im Heimatverein der Westhoffs, der in der höchsten Nachwuchsklasse überhaupt, der NRW-Liga, vertreten ist, „macht David viel Technik und Wiederholungen. Was sicher nicht verkehrt ist. Aber bei Union werden in der Woche ausschließlich Sätze gespielt. Was ihn in puncto Wettkampfhärte natürlich voranbringt.“

An der Stelle mag David kaum widersprechen: „Mich mit deutlich erfahreneren Leuten im Training zu messen, hilft mir auf jeden Fall.“ Auch fühle er sich bei Union bestens aufgehoben. Trotz oder vielmehr wegen des enormen Altersgefälles. Hier die „Oldie“-Fraktion um Ex-Zweitligamann Stefan Ruprecht oder Markus Mack, dort Mathis Kaletka (ebenfalls aus Datteln gekommen) und er, die blutjungen Herausforderer: „Das passt und macht Spaß.“ Dafür nehme er gern eine vierte Übungseinheit – drei Mal die Woche trainiert der Youngster bei seinem Stammverein – in Kauf.

NRW-Titelkämpfe am Samstag

Schließlich soll die aktuelle Klasse nur eine Zwischenstation sein. In der ersten Mannschaft, die souverän die Verbandsligatabelle anführt und in der Christian Westhoff zum Stammpersonal zählt, hat David bereits einige Male erfolgreich ausgeholfen. Gehe die Entwicklung seines Sohnes in dem Tempo weiter und gelinge Union tatsächlich die Rückkehr in die NRW-Liga, „traue ich ihm zu, dort in zwölf Monaten in der Mitte oder sogar oben mitzuhalten“.

Während für die 08-Reserve der erste Saisonteil mit dem morgigen Nachholspiel daheim gegen Preußen Lünen zu Ende geht, hat David Westhoff noch einen wichtigen Termin in Willich am Niederrhein, wo am Samstag (8. Dezember) die Westdeutschen Meisterschaften in der Klasse U 19 anstehen. Als Zweitbester beim Bezirksentscheid hat er sich für die NRW-Titelkämpfe qualifiziert. Zwar klagte der Unionist, der zu den Jüngsten im Feld zählt, zuletzt über Rückenprobleme. Sollte er aber am Wochenende halbwegs genesen sein, „würde ich gern die Gruppenphase überstehen, also ins Achtelfinale einziehen“. Und mit seinen Prognosen – siehe oben – liegt der junge Mann bekanntlich selten daneben.

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