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Fußball: Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld

„Die Gegner nehmen Fortuna Seppenrade jetzt anders wahr“

Seppenrade

Besser hätte die Saison für Fortuna Seppenrade gar nicht beginnen können. Woran’s liegt? Fragen wir doch den neuen Trainer, Artur Nazarenus.

Hat derzeit gut lachen: Fortuna-Coach Artur Nazarenus. Foto: flo

Vier Spiele, vier Siege, 12:3 Tore: Was für ein Auftakt, den die A-Liga-Fußballer des SV Fortuna Seppenrade hingelegt haben. Kann so weitergehen, findet Artur Nazarenus mit Blick auf das nächste Heimspiel am Sonntag (11. September), 15 Uhr, gegen Brukteria Rorup. Mit dem Coach der Schwarz-Gelben sprach WN-Redakteur Florian Levenig.

Haben Sie das Saisonziel schon nach oben korrigiert?

Nazarenus: Nein – wozu auch? Die Spielzeit ist doch erst einen Monat alt. Mit Olfen und Billerbeck lauern zwei Bezirksligaabsteiger, Lüdinghausen findet ebenfalls in die Spur. Von Spitzenreiter Holtwick ganz zu schweigen. Daher bleiben wir dabei: Mindestens der fünfte Platz aus der Vorsaison soll es sein.

Trotzdem sind Sie zufrieden mit dem Start, nicht?

Nazarenus: Natürlich. Die Jungs setzen die Idee, die wir Trainer haben – offensiv mit viel Ballbesitz zu agieren – exzellent um. Was sich ja schon in der Vorbereitung angedeutet hatte.

Wobei Mike Mühlberger, in der Phase Ihr treffsicherster Mann, sogar fehlt.

Nazarenus: Stimmt, sonst hätten wir wohl noch mehr Tore auf dem Konto. Der Junge war bis zu der Fußverletzung am zweiten Sonntag in der Form seines Lebens.

Was noch auffällt: Ihre Elf ist in 355 von 360 Minuten ohne Gegentor geblieben.

Nazarenus: Weil es im Fußball auf die Balance ankommt. Ohne eine gescheite Restverteidigung geht es nicht, auch das bekommen wir hin. Klar, wir haben gegen Darup binnen kürzester Zeit drei Treffer gekriegt. Dann aber zurückzukommen, ist auch eine Qualität.

Mike Mühlberger hat uns erzählt, dass er unter Ihnen deshalb so aufgeblüht ist, weil sie nicht auf seinen Schwächen rumreiten.

Nazarenus: Eine Typfrage. Manche Spieler wollen bewusst gekitzelt werden, andere – wie Mike – brauchen das Vertrauen von Thomas Oesteroth und mir. Das heißt ja nicht, dass wir ihn gar nicht kritisieren. Aber wir geben ihm dann Lösungsvorschläge an die Hand.

Ebenfalls augenscheinlich: Wann immer Leute aus der Reserve aushelfen, tun sie das ohne Leistungsabfall.

Nazarenus: An der Stelle ein großes Kompliment an Jörn Krusa, den Trainer der Zweiten, der die Jungs bestmöglich auf solche Einsätze vorbereitet. Auch die letztjährigen A-Jugendlichen entwickeln sich prächtig. Louis Heimann ist auf der Sechs praktisch gesetzt. Nico Holtermann, der erst vorn links gespielt und dann die Position mit Lukas Gudorf getauscht hat, macht das richtig gut. Und Luca Merg ist ein sehr schlauer Spieler, der im Zentrum viele richtige Entscheidungen trifft. Aber im Grunde können Thomas und ich gar keinen hervorheben, jeder macht seinen Job vorzüglich.

Das Ziel ist damit für Sonntag gesetzt, oder?

Nazarenus: Wir wollen Rorup schlagen, klar. Aber das ist ein guter Gegner, weniger körperlich vielleicht als Buldern. Es könnte dennoch ein ähnliches Match werden, indem abermals Geduld gefragt sein wird. Und: Wir müssen von Beginn an fokussiert sein. Die Gegner nehmen uns jetzt anders wahr, warten nur darauf, uns ein Bein zu stellen. Was ja auch eine Form von Kompliment für die Jungs ist.

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