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Basketball: Landesliga 7

Die nächste Auszeit – Union Lüdinghausen im Wartestand

Lüdinghausen

Die Basketballer des SC Union Lüdinghausen sind in diesen Tagen besonders gekniffen. Kurz vor dem geplanten Saisonstart ereilte sie der zweite Lockdown. Dabei sei die Vorbereitung bis dahin durchaus ordentlich gewesen, berichtet der neue Coach.

Florian Levenig

Georg Kremerskothen (M.) war zehn Jahre Coach der hiesigen Korbjäger. Sohn Lars (kl. Bild) ist Teil des neuen Trainergespanns. Foto: flo

So hatte sich Georg Kremerskothen die Basketballrente irgendwie nicht vorgestellt. Er hatte zwar – lange vor Corona – den Entschluss gefasst, nach vielen Jahren das Traineramt beim SC Union Lüdinghausen zur Verfügung zu stellen. Gleichwohl bleibt er seinem Herzensverein ja als Fan erhalten. Die ehemaligen Schützlinge fortan von der Tribüne aus anfeuern: Das war der Plan. Dann kam das Virus.

Seit Mitte März ruht in der Landesliga der Spielbetrieb. Während die Freiluftsportler teils im Mai, Juni bereits wieder ihrem Hobby nachgehen durften, blieben die Hallen noch eine ganze Weile dicht. Immerhin: Nachdem Volleyballer, Handballer, Tischtennisspieler und Co. zwischenzeitlich wieder in Aktion waren, sollten, endlich, auch die Korbjäger zu ihrem Recht kommen. Jetzt Sonntag (15. November) wäre die Meisterschaft für die Unionisten losgegangen, mit einem Heimspiel gegen den TV Emsdetten. Doch der zweite Lockdown machte jede Hoffnung auf den Re-Start zunichte.

Foto:

Noch ehe Düsseldorf den Amateursport ein weiteres Mal landesweit lahmlegte, hatte der Verband (WBV) verfügt, dass frühestens im Januar 2021 wieder um Punkte gespielt wird. Lars Kremerskothen – der Sohn des langjährigen Trainers coacht künftig gemeinsam mit Hendrik Bücker und Tony Jewell die Lüdinghauser – findet das einerseits nachvollziehbar, andererseits „ein bisschen schade. Wir waren ja seit dem Ende der Sommerferien wieder in der Halle, haben auch zwei Testpartien bestritten.“

Die Spannung sei schon eine andere, wenn man in den Wettkampfmodus schalte. Okay, Spiel eins gegen den Zweitregionalligisten Lippe Baskets Werne ging ziemlich deutlich verloren, „da waren wir noch ein bisschen eingerostet“, räumt Lars Kremerskothen ein. Aber schon das anschließende Duell mit dem BC Langendreer 2 (Bezirksliga), das Union mit 15 Punkten Abstand für sich entschied, sei durchaus ansehnlich gewesen.

Nun also die nächste Auszeit. Wobei Lars Kremerskothen die Übungseinheiten fast noch mehr fehlen als die Punktspiele: „Um die Meisterschaft mache ich mir keine Gedanken. Bei nur elf Teams wird das schon irgendwie hinhauen, und sei es ohne Rückrunde. Aber in der Woche abends mit den Kumpels auf dem Court zocken: Das vermisse ich schon.“

Für die Liga – wann immer sie startet – sieht Kremerskothen junior die Mannschaft gewappnet. Zwar fehlt, studienbedingt, Florian Wentzel bis auf Weiteres. Dafür sind zwei Ehemalige, Maurice Hesselmann und Artjom Haas, zurückgekehrt. „Die Trainingsbeteiligung“, lacht der neue Coach, „war im Spätsommer besser als vor dem Saisonabbruch im März.“ Auch deshalb hält Lars Kremerskothen das Erreichen des gesicherten Mittelfeldes für machbar.

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