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Badminton: Bundesliga

Doe het nog een keer – Mach’s noch einmal, Nick Fransman!

Lüdinghausen

Am Sonntag (27. März), 14 Uhr, hat Union Lüdinghausen in der Drei-Burgen-Arena den TV Refrath zu Gast. Es geht um den Einzug ins Final Four. Ein Nullachter freut sich ganz besonders auf das Duell. Aus Gründen.

Von Florian Levenig

Hat zurück zu alter Stärke gefunden: Nick Fransman. Am Sonntag empfangen der Niederländer und seine Teamkollegen den TV Refrath. Foto: flo

Besondere Momente hat Nick Fransman viele erlebt, seit er in der Badminton-Bundesliga für Union Lüdinghausen aufschlägt. Den Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2014 zum Beispiel, wenngleich er damals, mit Anfang 20, „nur“ Ersatzmann war. Große Siege, kleine Dramen. An ein Spiel denkt der Niederländer aber ganz besonders gern zurück: „Das war schon ein sehr spezieller Augenblick – hochemotional“, sagt Fransman und meint das DM-Vorschlussrundenduell zwischen Union und dem TV Refrath am 8. Mai 2016.

Das Final Four gab es noch nicht, dafür aber – zum ersten und einzigen Mal – den „Golden Set“. Beim Stand von 3:3 musste ein zuvor ausgelostes Duo ein weiteres Mal aufs Parkett, um den einen, den alles entscheidenden Satz zu bestreiten. Es traf Josche Zurwonne – und Fransman, der, als gelernter Einzelspieler, nur deshalb einsprang, weil der Engländer Matthew Nottingham seinerzeit gesperrt war.

Heißes Duell

Eine in jeder Hinsicht heiße Begegnung steuerte auf ihren Siedepunkt zu. Die Halle zum Bersten gefüllt. Draußen Hochsommer, drinnen: eine Luft zum Schneiden. Nur die beiden Nullachter blieben cool, bezwangen Sam Magee und Fabian Holzer mit 21:18 und bescherten Lüdinghausen die Endspielteilnahme. Ein „bisschen nervös“ sei er vor dem Showdown schon gewesen, räumt Fransman ein, „allzu viele Doppel hatte ich bis dahin ja nicht bestritten“.

Lange her, inzwischen ist der seit ein paar Wochen 30-Jährige immer eine Option für die ihm einst so fremde Disziplin. „Ich denke schon, dass ich mich als Paarspieler mit der Zeit verbessert habe“, findet der Routinier. Was auch der Blick in die Statistik belegt. Immerhin die Hälfte aller Partien gewann Fransman in dieser Saison – mit drei verschiedenen Partnern. Im zweiten Einzel ist der Holländer – einer der wenigen Top-Leute, die nicht am Stützpunkt in Arnheim trainieren – eh eine Bank. Seine aktuelle Bilanz: acht Siege bei nur drei Niederlagen.

Erst Knöchel, dann Corona

Das Comeback des Ur-Unionisten, der im Sommer in seine zehnte Spielzeit bei den Nullachtern geht (nur Zurwonne ist dienstälter), erscheint umso bemerkenswerter, wenn man um seinen langen Leidensweg weiß. 2019, man erinnere sich, das Final Four in Willich. Ein Trauerspiel. Fransman humpelte mehr übers Parkett, als dass er ernsthaft Widerstand leistete. Über Monate hatte ihm eine komplizierte Knöchelblessur zugesetzt.

Und kaum war er genesen, kam Corona: „Mich hat es ziemlich früh erwischt – und ziemlich heftig.“ Wieder kämpfte sich der Mann zurück. Ins Leben, auf den Court. Alles gottlob überstanden. Fransman ist wieder da – wie das ganze Team; „Die Hinrunde war nicht so prickelnd. Aber in der aktuellen Verfassung können wir, wenn alle fit sind und zur Verfügung stehen, jeden schlagen.“ Auch und gerade seinen „Lieblingsgegner“ Refrath, der am Sonntag (27. März), 14 Uhr, in der Drei-Burgen-Arena gastiert. Wieder ist es ein K.-o-Spiel. Tod oder Gladiolen, wie Louis van Gaal, sein Landsmann und Fußballphilosoph, das mal genannt hat. Weniger martialisch ausgedrückt: Doe het nog een keer. Mach‘s noch einmal, Nick!

Wieder ein episches Duell?

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