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Badminton: Unionistin Li freut sich auf die WM – und die anschließende Pause

Ein letztes Mal den Körper schinden

Lüdinghausen

Yvonne Li (Union Lüdinghausen) ist verschnupft, freut sich aber auf die WM. Ebenfalls in Huelva/Spanien ab Sonntag (12. Dezember) am Start: zwei weitere Nullachter.

-flo-

Yvonne Li (Union Lüdinghausen) nimmt zum zweiten Mal an der Individual-WM teil. Vergangene Woche, auf Bali, war die 23-Jährige zum ersten Mal in ihrer Karriere bei den „World Tour Finals“ am Start. Foto: flo

Yvonne Li meldet sich vom Flughafen in Paris. Zwischenstopp auf dem Weg nach Huelva, wo am Sonntag (12. Dezember) die Individual-WM beginnt. Die 23-Jährige klingt: verschnupft. „Ich hab’ mir ne Erkältung eingefangen“, bestätigt die Nummer eins des Badminton-Bundesligisten Union Lüdinghausen. Nicht die allerbesten Voraussetzungen, um bei der Weltmeisterschaft in Spanien zu reüssieren.

Ob die Erkältung mit dem Stress der vergangenen Wochen – ein Großereignis jagte das andere – zusammenhängt? „Kann schon sein, dass der Körper sagt: ,Mach’ mal halblang‘. Auf der anderen Seite ist es das allerletzte Turnier des Jahres, gleich danach kommen Weihnachten und Urlaub. Das Ende der Strapazen ist also absehbar. Und eine WM ist halt zu wichtig, um sie einfach so abzusagen. Mal sehen, wie fit ich am Wochenende bin.“

Zweite Teilnahme

Li ist zum zweiten Mal dabei, 2019, in Basel, schied sie in Runde eins aus. Diesmal bekommt sie es zum Auftakt mit Thi Trang Vu zu tun. Gespielt hat sie gegen die Vietnamesin noch nie. „Ich weiß aber, dass sie sehr erfahren ist und viele Bälle zurückbringt“, so die Deutsche Meisterin. Der mögliche Matchplan: „Aggressiv sein, sie beschäftigen, darüber aber nicht die Geduld verlieren.“ Auf dem Papier hat die Lüdinghauserin die Favoritenrolle inne. Seit Dienstag ist sie die Nummer 23 der Welt, Vu liegt 36 Plätze dahinter. Aber noch mal: „Man muss sehen, wie ich gesundheitlich drauf bin.“

Auch Efler und van der Lecq im Einsatz

Linda Efler hat keine nennenswerten Beschwerden. Am Sonntag, in der Liga, bezwangen Kelly van Buiten und sie in einem mitreißenden Match das Saarbrücker Doppel Isabel Lohau/Stine Küspert. Ab Sonntag machen die gebürtige Emsdettenerin und Lohau wieder gemeinsame Sache. Die jüngsten Auftritte des Top-DBV-Duos waren laut Efler „von Aufs und Abs geprägt. Mal sehen, wie es in Huelva läuft.“ Für die 26-Jährige ist es – nach Nanjing 2018 und Basel – die dritte WM-Teilnahme. In ihrem Auftaktmatch treffen die beiden Deutschen auf die russische Paarung Anastasiia Akchurina/Olga Morozova. Es ist das dritte direkte Duell, je eines haben die Kontrahentinnen für sich entschieden.

Dritter Unionist im Bunde ist der Niederländer Ties van der Lecq, der im Doppel (mit Ruben Jille) zunächst gegen die Algerier Youcef Sabri Medel und Koceila Mammeri spielt. In Runde zwei droht das Treffen mit den Weltranglistendritten Lee Yang und Wang Chi-Lin (Taiwan). Van der Lecqs und Debora Jilles Auftaktgegner im Mixed: Pang Ron Hoo und Yee See Cheah aus Malyasia.

„Zeichen gesetzt“

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