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Badminton: U 15-EM

Ein wenig Lampenfieber kostet Kaschura Medaille

Lüdinghausen

Seine persönliche EM-Premiere hat Leon Kaschura (Union Lüdinghausen) schon auch genossen. Wenngleich er mit dem sportlichen Abschneiden nicht gänzlich zufrieden war. Spätestens im November soll der nächste Titel her.

Schafften es bei der U 15-Europameisterschaft bis in die Runde der letzten Acht: Leon Kaschura (r.) und Linus Emmerich. Foto: FESBA/Carlos Martin

Am Freitagnachmittag noch stand Leon Kaschura bei der Badminton-U 15-EM auf Ibiza auf dem Court, keine 48 Stunden später saß er dann schon wieder auf der Tribüne der Drei-Burgen-Arena, um den hiesigen Erstligisten Union Lüdinghausen im Match gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg anzufeuern – und Anschauungsunterricht zu nehmen bei den Besten.

Denn es ist ja kein Geheimnis, dass dieser hochveranlagte Youngster in ein paar Jahren in der Eliteklasse für seinen Heimatverein aufschlagen soll. Aber das ist Zukunftsmusik, zurück zur Gegenwart: Wie er selbst seinen ersten Einsatz bei einer Europameisterschaft bewertet? „Ganz okay“, erklärt der 14-Jährige mit westfälischem Understatement. Immerhin hatte der junge Mann bei seiner EM-Premiere im Einzel das Achtel- und im Doppel, gemeinsam mit Vereinskollege Linus Emmerich, sogar das Viertelfinale erreicht.

Aber es sei halt „noch ein bisschen mehr möglich“ gewesen. Im Einzel unterlag der Nullachter dem Esten Marti Joost erst im Entscheidungssatz. Im Doppel war es, gerade in Durchgang eins, ein lange ausgeglichenes Duell zwischen Kaschura/Emmerich und dem dänischen Duo Mikkel Eilersen Bouet/Frederik Hinding, ehe sich doch die späteren Silbermedaillengewinner mit 2:0 (21:17, 21:17) durchsetzten. „Vielleicht waren wir in den entscheidenden Phasen etwas zu nervös“, so der Steverstädter selbstkritisch.

Toller Rahmen

Insgesamt sei die EM-Teilnahme aber eine runde Sache gewesen: „Tolle Location, alles sehr professionell organisiert – hat schon Spaß gemacht.“ Begleitet wurde der DBV-Tross von zwei Bundestrainern, Unterstützung gab’s aber auch aus der Heimat. Eltern, Freunde, Mitschüler, Vereinskollegen – viele hätten mitgefiebert, die Partien der Unionisten im Livestream verfolgt und aufmunternde WhatsApp-Nachrichten geschickt.

Das Sportjahr ist für Kaschura noch längst nicht beendet, später Höhepunkt sind die Deutschen Meisterschaften (23. bis 25. November) in Mülheim/Ruhr. Im Frühjahr, bei der nachgeholten DM in Thüringen, holten Emmerich und er ihren ersten Titel in dieser Altersklasse auf nationaler Ebene, dazu gab’s Bronze im Einzel. Und das Ziel in acht Wochen? „Wieder gewinnen“, sagt Kaschura, diesmal ganz unbescheiden – „am liebsten in allen drei Disziplinen.“

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