Fußball: Kreisligen

Einheitlicher Zeitplan für Westphal und Krevert schwer vorstellbar

Lüdinghausen

Auf ein fixes Datum, wann die Saison fortgesetzt wird, mochten sich die 29 Kreisvorsitzenden im FLVW nicht festlegen, als sie am Donnerstag virtuell zusammenkamen. Im Kreis Münster gibt es möglicherweise ein Problem.

Von Florian Levenig

Baldiger Re-Start? Michel Lüling (r.) und die Fußballer des SV Fortuna Schapdetten würde das gewiss freuen. Foto: Michael Beer

Es war natürlich Zufall, dass just am Donnerstagabend, als die Vorsitzenden der 29 Fußballkreise im FLVW virtuell über den Fortgang der Saison berieten, der Leiter des Robert-Koch-Instituts den Beginn der dritten Welle ausrief. Es zeigt auf der anderen Seite, wie wenig Planungssicherheit Vereine und Funktionäre immer noch haben. Dass sie weiter von Inzidenzzahlen, politischen Beschlüssen und behördlichen Vorgaben abhängig sind. Insofern taten die Kreisvertreter gut daran, kein fixes Datum für den Re-Start in den A-, B-, C- und D-Ligen zu benennen.

Was es gab, war eine Absichtserklärung: „In allen Spielklassen soll es nach Möglichkeit weitergehen und eine Wertung vorgenommen werten“, fasst Willy Westphal den Austausch zusammen. Einen westfalenweit einheitlichen Zeitplan werde es dabei aber eher nicht geben, vermutet der Chef des Kreises Ahaus/Coesfeld: „Dafür ist das Infektionsgeschehen einfach zu unterschiedlich.“

In seinem Beritt sei „Ende April“ ein denkbarer Zeitpunkt für die Wiederaufnahme des Ligabetriebs – „sollten die Zahlen bei uns weiter vergleichsweise niedrig bleiben“. „Ein, zwei Pokalrunden“ könnten dann im Rahmen der etwa vierwöchigen Vorbereitung vorgeschaltet werden, „das funktioniert ja im Sommer immer ganz gut“. Auch im Kreis Münster ist man guter Dinge, Meisterschaft und Cup-Wettbewerbe bis Ende Juni sowie möglichst ohne Termine in der Woche erfolgreich fortsetzen zu können. In den Zwölfer- und 13er-A-Liga-Staffeln sind laut Norbert Krevert sogar mehr als die für eine Wertung nötigen 50 Prozent aller Begegnungen vorstellbar: „Bis zum 30. Juni würde dann weitergespielt und schließlich der Punktequotient genommen.“

Der Vorsitzende sieht aber ein anderes Problem: Direkte Gegner wie der SV Drensteinfurt (Warendorf), die SG Selm oder der Werner SC (beide Unna) gehörten politischen Kreisen an, in denen die Zahlen zuletzt besorgniserregender waren als in Münster und Coesfeld – „da müssen wir abwarten, wie sich die Dinge entwickeln“. Im ungünstigsten Fall würde eine Staffel regelkonform abgeschlossen, die andere aber nicht.

In Ahaus/Coesfeld sind die Staffeln geografisch relativ strikt getrennt – außer in den C- und D-Ligen, was Westphal für verkraftbar hält: „Das sind Feierabend-Fußballer, für die es nicht die ganz große Rolle spielt, in welcher Klasse sie in der kommenden Saison starten“.

In den A- und B-Ligen sollten die Klubs aus den Kreisen Coesfeld und Borken indes bereits in den Testspielen möglichst unter sich bleiben, wünscht sich Westphal: „Wir wollen das Virus ja nicht von einem Kreisgebiet ins andere tragen.“

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