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Fußball: Weniger Publikum bei Freundschaftsspielen

Erst Test, dann Test

Lüdinghausen

Ab Sonntag gilt im gesamten (politischen) Kreis Coesfeld die Inzidenzstufe 1. Das hat auch Folgen für den Amateursport. Besuchern von Vorbereitungsspielen wird teils nur noch begrenzt Zutritt gewährt – und unter verschärften Bedingungen.

Von Florian Levenig

Fußballfans, die weder geimpft noch genesen sind, werden – ohne Negativtest – ab sofort von mehreren Vereinen im Kreis Coesfeld abgewiesen. Foto: Rupert Joemann

Mit der stetig steigenden Zahl an Covid-19-Fällen ist die Inzidenzstufe 0 schon wieder Geschichte (im politischen Kreis Coesfeld ab dem 1. August). Folglich gelten auch für den Amateurfußball wieder Beschränkungen. Für die Spieler selbst bleibt zunächst alles wie gehabt: bis zu 100 (25 unter 18 Jahren) dürfen – mit einfacher Rückverfolgbarkeit, ohne Test – ihrem Hobby nachgehen. Eine Testpflicht greift erst wieder, sobald NRW-weit die 35er-Marke gerissen wird.

Komplizierter ist es bei den Zuschauern. Theoretisch darf bis zu 25 000 Einlass gewährt werden (bei maximal 50-prozentiger Auslastung) – aber nur mit besonderer Rückverfolgung und fest zugewiesenen Plätzen. Letzteres ist auf den Amateurplätzen kaum umzusetzen. Daher gehen Nottuln sowie die TSG Dülmen einen Schritt weiter und empfangen ab dem Wochenende nur noch höchstens 100 getestete (sowie beliebig viele geimpfte und genesene) Besucher.

Willy Westphal, der Vorsitzende des Fußballkreises Ahaus/Coesfeld, begrüßt das: „Wir wollen doch nicht Ende August, sobald die Saison startet, alles wieder dichtmachen müssen.“ Deshalb erwäge der Kreis, beim Staffeltag am 11. August eine entsprechenden Empfehlung abzugeben – unabhängig von der dann geltenden Inzidenzstufe (und ohne rechtliche Handhabe).

Im Fußballkreis Münster sei dergleichen – noch – nicht geplant, so dessen Vorsitzender Norbert Krevert: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Vereine verantwortungsvoll mit dem Thema umgehen. Also wollen wir ihnen zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Steine in den Weg legen.“

Und die Klubs? Christian Arends kann da nur als Funktionär für den VfL Senden sprechen: „Auch wir werden uns damit in den nächsten Tagen befassen.“ Vorteil VfL: das Testzentrum direkt am Platz, das samstags (9 bis 13.30 Uhr) und sonntags (11 und 15 Uhr) geöffnet ist. Dort beispielsweise können Fans des örtlichen Landesligisten vorbeischauen, ehe sie sich auf den Weg zum Freundschaftsspiel am Samstag (31. Juli), 15 Uhr, zwischen Nottuln und Senden machen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie von den Grün-Weißen abgewiesen werden.

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