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Tischtennis: NRW-Liga

„Fadenscheinige Dinge“ – Union enttäuscht von Wlosik und Jüdt

Lüdinghausen

Zwei langjährige Leistungsträger, Armin Wlosik und Benjamin Jüdt, werden nicht mehr für Union Lüdinghausen zum Schläger greifen. Von einer geräuschlosen Trennung kann keine Rede sein.

Von und

Ende einer langjährigen Beziehung: Armin Wlosik und Benjamin Jüdt (kl. Bild) schlagen nicht mehr für Union auf. Foto: chrb/flo

Schlechte Nachrichten für den Tischtennis-NRW-Ligisten Union Lüdinghausen: Wie berichtet, fehlten zwei langjährige Leistungsträger, Armin Wlosik und Benjamin Jüdt, beim Saisonauftakt in Avenwedde (2:9) – und werden wohl auch künftig nicht mehr für Nullacht antreten. Teamkollegen und Abteilungsvorstand zeigten sich vor allem über die Art und Weise der Kommunikation enttäuscht.

In der Vorbereitung waren alle Beteiligten davon ausgegangen, dass der Kader unverändert in die neue Saison geht. Wlosik gab nach Angaben des Vorstands vor zwei Wochen bekannt, dass er aus verschiedenen Gründen nicht spielen werde. „Das sind aus unserer Sicht fadenscheinige Dinge, unter anderem ging es um die Fahrt zu den Spielen. Das hatten wir aber alles geklärt“, meint Sportwart Uli Mauritz dazu.

Eine Woche später habe dann Jüdt erklärt, dass er vor allem berufsbedingt nur für einen Teil der Spiele zur Verfügung stünde und die Fahrten zu Auswärtsspielen generell nicht antreten werde. „Zu diesem Zeitpunkt hatten wir natürlich keine Chance mehr, zu reagieren“, ärgert sich Stefan Ruprecht, zweiter Vorsitzender der Abteilung und selbst lange in der ersten Mannschaft aktiv. Team und Vorstand waren sich einig: Auf die Bedingungen, die Jüdt gestellt habe, will Union nicht eingehen. „Wir haben uns entschieden, die Saison ohne die beiden zu bestreiten. Wir wollen lieber mit einer homogenen Truppe antreten und nehmen dafür sogar einen möglichen Abstieg in Kauf“, stellt Ruprecht klar.

Benjamin Jüdt Foto: Foto: flo

Jüdt spielte erstmals 2013/14 in der Oberliga für Union. Nach einer Saison beim Regionalligisten TTC GW Bad Hamm kehrte er 2015 nach Lüdinghausen zurück und ist seitdem Bestandteil der Ersten. Wlosik spielt zum insgesamt dritten Mal in Lüdinghausen. Zu den Hochzeiten in der 2. Bundesliga war er von 1989 bis 1991 für Union aktiv. 2006/07 verstärkte er die Schwarz-Roten im oberen Paarkreuz der Verbandsliga für ein Jahr, um dann nach Brandenburg zu wechseln. Seit 2011 spielte er ununterbrochen für den aktuellen NRW-Ligisten.

Schwierige Saison

Nach dem Abgang von Julian Ruprecht im Vorjahr zum Regionalligisten SF Oesede dürfte die Unionisten eine sportlich schwierige Saison erwarten. Thomas Engemann, Vater der 08-Nummer zwei Timo Engemann, wurde nach einer Wettkampfpause reaktiviert. Zudem werden in der Hinrunde Matthias Breukelmann, Markus Mack, Stefan Ruprecht oder Michael Hans aus der zweiten Mannschaft (Landesliga) im Wechsel zum Einsatz kommen. Alle haben schon Erfahrung in höheren Ligen gesammelt.

Zwei Teams steigen am Saisonende ab, eine muss in die Relegation. „Wir müssen sehen, dass wir in der Hinserie vier bis sechs Punkte holen, um für die Rückrunde noch einige Chancen zu haben“, gibt Mauritz als Ziel vor. Gleichzeitig wurden die Personalplanungen für die Rückrunde verstärkt vorangetrieben (eigener Bericht).

Die zweite und dritte Mannschaft (Bezirksklasse) spielen in den meisten Fällen wie die erste am Samstagabend. Beide haben aber relativ breite Kader und sollten aus Sicht der Verantwortlichen nicht zu sehr durch die Situation geschwächt werden.

Eines ist für die Unionisten nach diesen Vorfällen laut Pressemitteilung klar: Ein Zurück wird es für Jüdt und Wlosik nicht geben

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