Reiten: Turnier der Sieger

Fast perfekte 6:40 Minuten – Becks und Satelite gewinnen Grand Prix Special

Münster

Was für ein Auftritt vor Münsters Schloss: Jil-Marielle Becks und Damon’s Satelite NRW haben am Sonntag den Grand Prix Special gewonnen. Vor allem in einem Punkt habe sich ihr Wallach im Vergleich zu Donnerstag gesteigert, so die junge Ottmarsbocholterin.

Florian Levenig

Zweiter Grand Prix Special, zweiter Sieg: Jil-Marielle Becks und Satelite waren auch in Münster nicht zu schlagen. Foto: Levenig

Dr. Dietrich Plewa, Dressurrichter von internationalem Rang, war erst skeptisch. Zehn Paare beim Grand Prix Special am Sonntagvormittag in Münster: „Na ja, ein, zwei Reiter mehr hätten es schon sein können.“ Gerade von den Arrivierten. Doch Plewa ließ sich gern eines Besseren belehren: „Insbesondere die Jungen haben Herausragendes geleistet.“ Allen voran Jil-Marielle Becks und Damon’s Satelite NRW: Die Ottmarsbocholterin und ihr elfjähriger Westfalenwallach gewannen überlegen die Vier-Sterne-Prüfung vor der fürstbischöflichen Residenz.

Satelite mutiger als am Donnerstag

Dabei war es für Becks und ihr Paradepferd gerade mal der zweite Einsatz (der erste auf dem Level) bei dieser schwierigsten aller Viereck-Prüfungen. „Total glücklich“ war die 21-Jährige, die für den RV Lüdinghausen startet, über den Sieg. Satelite habe „toll piaffiert“, sei „mutiger gewesen“ und „mehr aus sich rausgegangen“ als am Donnerstag im Grand Prix an gleicher Stelle. Da hatten sich beide noch Lokalmatadorin Ingrid Klimke und Franziskus beugen müssen. Diesmal hielt sie eine weitere hochdekorierte Münsteranerin, Anabel Balkenhol, in Schach. Die Frau, die für den ruhmreichen RV St. Georg startet, und Davinia La Douce lagen am Ende satte zwei Prozent hinter Becks und Satelite (74,412). Dritte wurde Charlott-Maria Schürmann (RV Gehrde) auf Burlington.

Was fehlte zu perfekten 6:40 Minuten? Kleinigkeiten. Die nicht ganz sauberen Zweierwechsel nehme sie auf ihre Kappe, so die stets kritische Reiterin. Vater Christian Becks imponierte, „dass bei Satelite trotz seiner erst elf Jahre die Kraft bis zum Ende gereicht hat.“

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