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Fußball: Kreisliga A 2 Ahaus/Coesfeld

Fortuna und Union können nicht klagen

Lüdinghausen

Fortuna Seppenrade und Union Lüdinghausen mischen oben mit. Beide Mannschaften hätten sogar noch besser abschneiden können.

Von Christian Besse

Bisher der erfolgreichste Ligaknipser: Unionist Nils Husken (r.) führt mit 20 Treffen die Torjägerliste an. Foto: Leon Sicking

Die Plätze drei und vier – die Fußballer von Fortuna Seppenrade und Union Lüdinghausen mischen oben, wenn auch nicht ganz oben in der Kreisliga A 2 Ahaus/Coesfeld mit. Beide Mannschaften hätten ohne Verletzungspech und Schwächephasen bisher sogar noch besser abschneiden können.

Wobei Union noch vor Ende der Winterpause am Stadtrivalen jenseits des Kanals vorbeiziehen kann. Denn die Schwarz-Roten haben ein Spiel weniger absolviert als die Seppenrader – gewinnen sie am 18. Februar (Samstag) ihr Nachholspiel beim Tabellenelften Rödder, tauschen Union und Fortuna die Plätze.

„Wir hatten einen schlechten Start“, erinnert sich Daniel Schürmann, sportlicher Leiter der Lüdinghauser, an den Saisonbeginn. Union war mit einer Heimniederlage gegen Adler Buldern gestartet, nach drei Spieltagen hatte Schwarz-Rot als Bezirksliga-Absteiger erst drei Punkte auf dem Konto.

„Das war auch dem Umstand geschuldet, dass Yannick Gieseler in dieser Phase krank ausgefallen ist. Da hat uns die führende Hand des Cheftrainers gefehlt“, sagt Schürmann über den ehemaligen Preußen-Spieler, der erst zu dieser Saison zum Westfalenring gestoßen war. Zuvor hatte Gieseler GW Nottuln gecoacht, einen Westfalenligisten.

Daniel Schürmann, sportlicher Leiter von Union

Als der Coach wieder in der Lokomotive war, nahm der Union-Express Fahrt auf. Nach den Niederlagen gegen Buldern und in Holtwick, nun der Liga-Spitzenreiter, verloren die Lüdinghauser nur noch gegen die DJK/VfL Billerbeck, den aktuellen Tabellenzweiten. „Gegen Holtwick und Billerbeck kann man verlieren“, so Daniel Schürmann. „Was uns weh getan hat, sind die Punktverluste gegen Buldern.“

Denn nach der Niederlage zu Saisonbeginn holte Union zum Start der Rückrunde am 4. Dezember nur ein 1:1-Unentschieden bei den Adlern. „Die fünf Punkte, die wir gegen Buldern liegengelassen haben, sind die Punkte, die uns zum direkten Anschluss an die Tabellenspitze nun fehlen“, analysiert der sportliche Leiter.

Auf der anderen Seite: Gewinnt Schwarz-Rot das Nachholspiel in Rödder, ist der Abstand auf fünf (Holtwick) und drei Punkte (Billerbeck) geschrumpft.

„Wir sind noch in Reichweite“, sagt Schürmann. „Wenn wir die nächsten Spiele gegen Rödder und Holtwick erfolgreich gestalten, sind wir wieder in der Verlosung.“

Die Voraussetzungen dafür sind gut: Nils Husken, der 20 von 50 Union-Toren erzielt hat, ist der bisher erfolgreichste Liga-Knipser. Aber ein Stürmer kann nur treffen, wenn auch das Kollektiv dahinter stimmt. Schürmann: „In der Mannschaft findet eine Entwicklung statt, die Yannicks Handschrift trägt.“

Ein Höhepunkt der Hinrunde war das 4:1 von Union „auf dem Berg“ in Seppenrade. Ein Erfolg auch mit Symbolwert: Es war das erste Lüdinghauser Ligaderby nach elf Jahren.

Den frühen Ausfall mehrerer Leistungsträger (links Mike Mühlberger) fingen die Seppenrader mit jungen Spielern auf. Foto: Michael Beer

Bei der Fortuna fällt diese Niederlage ausgerechnet gegen den Stadtrivalen von der anderen Kanalseite inzwischen nicht mehr ins Gewicht. Die Schwarz-Gelben, die in der Vorsaison Fünfter wurden, mit großem Rückstand auf die Plätze drei und vier, sind mit ihrer Hinrunde mehr als zufrieden.

Dabei waren die Seppenrader sogar Spitzenreiter. Mit fünf Siegen waren sie mit dem neuen Trainer Artur Nazarenus in die Saison gestartet – dann ereilte sie das Verletzungspech. Unter anderem fielen Stürmer Mike Mühlberger und Mittelfeldmotor Tammo Harder aus, der schwarz-gelbe Motor begann zu stottern. „Wir mussten die Mannschaft mit A-Junioren und Spielern aus der zweiten Mannschaft auffüllen“, erinnert sich Max Kemmann, der Fußballobmann an der Reckelsumer Straße.

Einen regelrechten Einbruch erlebten die Rosendorf-Kicker jedoch nicht. Nach 17 Spielen stehen nur vier Niederlagen zwölf Siegen und einem Remis gegenüber. Lediglich in den Heimspielen gegen SuS Olfen und eben Union, immerhin beide Bezirksliga-Absteiger, erlaubte sich die junge Truppe Schwächephasen.

Max Kemmann, Fußballobmann von Fortuna

Das Erfolgsrezept? „Wir haben eine extrem willige Truppe“, sagt Kemmann. „Artur und Thomas (Co-Trainer Oesteroth, d. Red.) moderieren ihre Inhalte sehr gut, und die Jungs wollen das unbedingt umsetzen. Das ist, glaube ich, unsere größte Stärke.“ Und: „Die Jungs hauen alles rein, einer kämpft für den anderen.“

Bei diesen Stärken bleibt es nicht: Vollstrecker Mühlberger ist bereits wieder in den Kader zurückgekehrt, auch Tammo Harder ist inzwischen wieder fit. Vor allem die bisherigen Erfolge, aber auch das Ende des Verletzungspechs lassen die Vorfreude der Mannschaft darauf wachsen, dass es Ende Februar wieder losgeht auf den Plätzen. Max Kemmann: „Die Jungs haben richtig Bock.“

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