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Volleyball: Talentförderung

Gemeinsam stark – Stützpunkt Münster/Lüdinghausen

Lüdinghausen

Bislang waren Lüdinghausen und Münster eigenständige Ausbildungsstandorte innerhalb des WVV. Das ist künftig anders. Trotzdem setzt der Verband auch weiter auf die Förderung des (weiblichen) Nachwuchses an der Stever.

Von Florian Levenig

Mit guter Jugendarbeit und der schicken neuen Halle kann Lüdinghausen punkten. Trotzdem stand der Stützpunkt auf der Kippe. Foto: acf

Bisher sei es nicht viel mehr als eine Absichtserklärung, betont Jaromir Zachrich, der neue Sportdirektor des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV). Eine Urkunde, auf der steht: „Landesleistungsstützpunkt Münster/Lüdinghausen“ – ausgestellt vom Landessportbund (LSB). Hintergrund: Die Zahl der NRW-Stützpunkte, bislang sind es elf, soll gegebenenfalls reduziert werden. Beziehungsweise die Ausbildungszentren, wo es Sinn ergibt, zusammengelegt und wohl auch finanziell ein wenig besser ausgestattet.

Zuletzt waren die Zuwendungen vom Land, wie man hört, ein besseres Taschengeld. Trotzdem sei es für den Verein Union Lüdinghausen wichtig, dass der bisherige Status erhalten bleibe, meint Abteilungschef Dirk Havermeier. Nur so sei gewährleistet, dass Nullacht weiter Talente in großer Zahl fördere.

Auch die Halle ein Kriterium

An dem Punkt kann Michael Scharf, der für den Leistungssport verantwortliche Mann beim LSB, Entwarnung geben: „Alle Stützpunkte kommen zu Beginn des Olympiazyklus auf den Prüfstand. Und die härteste Währung ist an der Stelle die Zahl der Kaderathletinnen je Standort.“ Lüdinghausen habe da zuletzt zwar Luft nach oben gehabt. Weshalb auch der Stützpunkt dem Vernehmen nach ernsthaft auf der Kippe stand. Auf der anderen Seite wisse man beim LSB, dass die Steverstädter in puncto Jugendförderung grundsätzlich einen guten Job machen. Auch die neue Sporthalle sei „ein wichtiges Kriterium.“

Jeder Standort zählt

Zachrich freut sich derweil „über jeden Stützpunkt, der uns erhalten bleibt“. Zeitnah werde es Gespräche mit den 08-Verantwortlichen darüber gehen, wie die Kooperation auszugestalten sei. Vorrangiges Ziel bleibe es, so viele Auswahlspielerinnen wie möglich zu generieren. Was ausdrücklich nicht bedeute, „dass wir sämtliche Talente und die fähigsten Trainer künftig von Lüdinghausen nach Münster lotsen. Wir vom Verband müssen uns da gelegentlich an die eigene Nase fassen. Die Vereine vor Ort sollen und dürfen schließlich nicht ausbluten.“

Havermeier hofft auf einen positiven Austausch mit den WVV-Verantwortlichen um Zachrich und den Domstädtern: „Gerade die Zusammenarbeit mit dem USC Münster, der ja unser Partnerverein ist, war in jüngster Zeit von großem gegenseitigen Respekt geprägt.“

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