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Leichtathletik: Starke 08-Auftritte bei den Münsterlandmeisterschaften

Gold im halben Dutzend

Lüdinghausen

Die äußeren Bedingungen stimmten ebenso wie die sportlichen Darbietungen. Die jungen Athleten des Ausrichtervereins Union Lüdinghausen schnitten besser ab als gedacht.

Von und

Schnellste über 4x100 Meter in der Klasse W 16: die Läuferinnen der Startgemeinschaft des Kreises Lüdinghausen (v.l.): Anna Storkebaum, Lotte Groß-Hartmann, Julia Schulze Meinhövel und Frida Burhöi. Foto:

Top-Wetter, Top-Bedingungen, entspannte Wettkampfatmosphäre, dank der neuen NRW-Schutzverordnung reichlich Zuschauer (die sich auf dem weitläufigen Areal prima verteilten), ein gutes Catering, ein bestens präparierter Westfalenring, freundliche Kampfrichter: Die Münsterlandmeisterschaften der Leichtathleten in Lüdinghausen ließen laut Klaus Johannknecht keine Wünsche offen.

Und auch die sportlichen Leistungen seien teils exzellent gewesen. Der Union-Sportwart sprach in Bezug auf die eigenen Athleten gar von einer „Leistungsexplosion. Am Ende sprangen viel mehr Medaillen raus als gedacht.“

Zu den Highlights an Tag eins zählte der 100-Meter-Lauf der Männer, den Sieg teilten sich, in jeweils 11,14 Sekunden, Philipp Innen (Dormagen) und Ruwen Scheer (LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen). Sehr stark auch die 16,21 Meter, die Thomas Schmitt (VfL Ahaus) im Kugelstoßen erzielte. Speerwerfer Jan Spieker (M 18/Arminia Ibbenbüren) kam bei seinem Sieg auf 57,75 Meter.

Herausragend zwei junge Damen der LG Coesfeld: Johanna Rier (W 18) verbesserte sich im Weitsprung auf 6,12 Meter, nur vier Deutsche waren in dieser Altersklasse 2021 besser. Und Johanna Bix (W 15) siegte über die 300 Meter mit (45,93 Sekunden) und ohne Hürden (41,82) – auch das im Bundesvergleich Top-Ten-Zeiten. Erfolgreichster Titelsammer war Patrick Hüsken (M 12) vom FC Nordkirchen mit fünf ersten Plätzen.

Unionisten 19 Mal auf dem Podest

Die Nullachter nutzten den Heimvorteil mit im Vorfeld nie erwarteten sechs Titeln, sieben zweiten und sechs dritten Plätzen. Sie steigerten also im Vergleich zu 2019 ihre Ausbeute von 13 auf 19 Medaillen. Münsterlandmeisterin wurde Lucia Maaßen (W 20) mit dem Speer (29,88 Meter). Lilly Wiethaup kam mit 28,53 Metern nahe an ihre Bestleistung ran – ebenfalls Platz eins in ihrer Altersklasse.

Lotte Groß-Hartmann, Anna Storkebaum, Julia Schulze Meinhövel und Frida Burhöi gewannen die 4x100-Meter-Staffel (W 16) in 54,38 Sekunden nach guten Wechseln und Burhöis furiosem Endspurt vor der LG Brillux Münster. Schulze Meinhövel (W 15) war auch im Diskuswurf (21,54 Meter) nicht zu schlagen.

Storkebaum (W 14) triumphierte im Hochsprung (1,53) und nimmt Platz drei in der westfälischen Bestenliste ein. Gleiche Disziplin, nächster Paukenschlag: Pauline-Maxine Sommers 1,50 Meter – Platz eins bei den Münsterlandmeisterschaften, Rang zwei in der Jahresbestenliste auf Verbandsebene (W 13).

Bei den Männern brannte Benjamin Gebhardt einen neuen Hausrekord über die 200 Meter in die Tartanbahn – Rang zwei nach 23,42 Sekunden. Gleiches gelang dem Nullachter über die Stadionrunde (51,26). Ebenfalls Silber ging an die W 20-Sprintstaffel (Wiethaup, Leoni Brosterhaus, Sarina Fischer, Maaßen), an Fischer (26,38 Meter/Speer), an Schulze Meinhövel (W 15) im Weit- (4,94) und an Groß-Hartmann im Hoch- (1,50) wie im Weitsprung (W 14/ 4,72).

Dritte Plätze für Union errangen Charlotte Stoffel (W 18/24,37) und Lutz Althoff (M 14/20,44) mit dem Diskus, Schulze Meinhövel über die 100 (W 15/14,13 Sekunden) und Emilia Hülsbusch (W 14) über die 800 Meter (2:37,67 Minuten, persönliche Bestzeit). Auch Burhöi (1,30 Meter/Hoch) und Fischer (66,48 Sekunden/400 Meter) schafften es aufs Treppchen.

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