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Badminton: Bundesliga

Goliszewski, Käpplein und Top-Talent Becsh kommen, Li nach Dortelweil

Lüdinghausen

Dass die Mannschaft des SC Union Lüdinghausen in Teilen ein neues Gesicht, war bekannt. Nun sind die Namen der ersten Zugänge raus. Zudem steht fest, wohin es Yvonne Li verschlägt.

-flo-

Johanna Goliszewski wechselt zum SC Union Lüdinghausen. Foto: flo

Noch sind es einige Monate bis zum Beginn der Bundesliga-Spielzeit 2022/23. Auch haben längst nicht alle Teams die Personalplanungen für die kommende Saison abgeschlossen – oder sie machen bislang ein Geheimnis draus. Da hilft ein Blick in die Mai-Ausgabe der „Badminton-Rundschau“, dem amtlichen Organ des Landesverbandes. Dort sind, fein säuberlich, zumindest alle NRW-Spieler aufgelistet, deren Spielberechtigung sich – Stand Ende April – im Sommer ändert.

Hinterlegt sind die klangvollen Namen zweier Spielerinnen, die ab dem Sommer das Trikot des SC Union Lüdinghausen tragen: die Doppel-Spezialistinnen Johanna Goliszewski und Lara Käpplein. Goliszewski gehörte – wie Stand-by-Unionistin Karin Schnaase – jener deutschen Auswahl an, die 2012 bei der EM und, ein Jahr drauf, bei der Mixed-Team-Europameisterschaft Gold gewann.

Rio-Teilnehmerin

Eine weitere Parallele: Die gebürtige Polin, inzwischen 36, und die ein Jahr ältere Ur-Lüdinghauserin nahmen 2016 an den Spielen von Rio teil – Schnaase im Einzel, Goliszewski, an der Seite von Carla Nelte, im Doppel. In Liga eins schlug die Frau, die in ihrer Paradedisziplin zwischen 2013 und 2016 vier Mal in Folge den DM-Titel errang, lange für den 1. BV Mülheim auf, zuletzt stand sie in Diensten des Süd-Zweitligisten TuS Schwanheim. Krankheitsbedingt ließ die Nachwuchs-Bundestrainerin ihre Karriere vor gut zwei Jahren ausklingen, für Union wird sie daher „eher sporadisch“ zum Einsatz kommen, wie Teammanager Michael Schnaase anmerkt.

Heuert in Dortelweil an: die Deutsche Meisterin Yvonne Li. Foto: flo

Käpplein, 26 Jahre jung und von 2016 bis 2019 Goliszewskis Doppel-Partnerin, kommt vom 08-Ligarivalen 1. BC Beuel. Eine weitere, hochinteressante Personalie: Alexander Becsh wechselt vom VfB GW Mülheim an die Stever. Der erst 16-Jährige zählt europaweit zu den größten Einzel-Talenten. Bei der U 17-EM im Vorjahr wurde Becsh erst im Viertelfinale gestoppt, im März gab er sein Debüt im Dress des souveränen Drittligameisters aus der Ruhrstadt. In Lüdinghausen werde der junge Mann behutsam aufgebaut und zunächst für die 08-Reserve (Oberliga) auflaufen, so Schnaase, der „weitere Veränderungen, auch bei den Männern“, ankündigt.

Li zum DM-Dritten

Fix ist laut „Badminton-Rundschau“, dass sich Eva Janssens dem TV Refrath, Playoff-Gegner der Nullachter Mitte April, anschließt. Und dass Yvonne Li in den hessischen Landesverband wechselt. Was nur heißen kann, dass Deutschlands Nummer eins beim SV Fun-Ball Dortelweil anheuert.

Das einstige Fahrstuhlteam, das erst im Vorjahr in die Beletage zurückgekehrt war und sich auf Anhieb fürs Final Four qualifizierte, gilt, nach Meister Wipperfeld (der Li wohl ebenfalls gern verpflichtet hätte), als potentester Erstligist und hat ähnlich große Ziele wie die Oberbergischen. Mit Kai Schäfer und Iris Wang zählen bereits zwei weitere Ex-Unionisten zum Aufgebot des DM-Dritten.

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