1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Luedinghausen
  6. >
  7. Heißes Heimdebüt

  8. >

Badminton: Neuzugang van Buiten überzeugt im „Clasico“

Heißes Heimdebüt

Lüdinghausen

Kelly van Buiten wurde nach ihrer gelungenen Heimspielpremiere im Dress des SC Union Lüdinghausen mit vielen warmen Worten bedacht. Nur eine Sache ließ die junge Niederländerin ein wenig frösteln.

Von Florian Levenig

In Lauerstellung: Kelly van Buiten will sowohl mit Union als auch im Nationalteam angreifen. Foto: flo

Trikot, Trainingsjacke, Wintermantel: Kelly van Buiten schien ein bisschen zu frieren in der tatsächlich recht schattigen „Drei-Burgen-Arena“. Aber wenigstens brachten die junge Niederländerin und Linda Efler das Publikum auf Temperatur. Der Sieg des Union-Doppels über Isabel Lohau/Stine Küspert war aus Fan-Sicht das Highlight beim 1:6 der Lüdinghauser am Sonntag gegen Serienmeister 1. BC Bischmisheim (WN berichteten).

So dick eingepackt sie war, so wenig zugeknöpft gab sich die 19-Jährige nach ihrer Bundesliga-Heimpremiere. Die Mannschaft sei „toll“, die Halle „schön“, die Fans „klasse“ und auch die eigene Leistung „ganz okay“, sprudelte es in blendendem Englisch aus dem Youngster heraus.

Neue Mitspieler, alte Bekannte

Wobei das Kennenlernen im Wesentlichen ja entfallen sei: „Meine Landsleute kenne ich teils seit Jahren.“ Gemeint sind Ties van der Lecq, Aram Mahmoud und Nick Fransman. Van der Lecq trainiert wie sie regelmäßig am Leistungsstützpunkt in Arnheim, wo auch Mahmoud gelegentlich vorbeischaut.

Wenngleich sie selbst nicht dem Profi-, sondern dem U 23-Perspektivkader angehört – noch: „Ich will so schnell wie möglich den Sprung ins A-Team schaffen“, betont van Buiten. Sie schaue „zu allen Nationalspielern auf“, aber ganz besonders schätze sie Eefje Musken. Der Cheftrainerin von „Jong Oranje“, die bis 2016 selbst in Diensten des hiesigen Badminton-Erstligisten stand, ehe sie ihre Karriere verletzungsbedingt zeitig beenden musste, „verdanke ich extrem viel – auch wenn wir uns bei den Übungseinheiten manchmal kabbeln“.

Corona durchkreuzt Karriereplan

„Ätzend“ findet die 08-Nachwuchshoffnung, die in ihrer Heimatstadt Wageningen Gesundheitswesen studiert, dass Corona ihr einen fetten Strich durch die Karriereplanung gemacht hat. Nicht nur konnte sie in den vergangenen eineinhalb Jahren so gut wie gar keine Turniere bestreiten. Auch der Premiereneinsatz in der Bundesliga kam mit Verzug. Obwohl sie bereits im Sommer 2020 bei den Nullachtern angeheuert hatte, stand sie vor 14 Tagen, in Refrath, das erste Mal für ihren neuen Verein auf dem Court – und siegte prompt mit Eva Janssens im Doppel.

Auch international läuft es. Bei den Welsh Open erreichten Jaymie Laurens und sie am Freitag das Achtelfinale. Weshalb sie sich tags darauf ganz schön sputen musste: „Der Flieger ist um 10 Uhr in Amsterdam gelandet, dann ging es schnurstracks nach Lüdinghausen.“ Da geriet, der winterlichen Kälte zum Trotz, selbst van Buiten ein wenig ins Schwitzen.

Startseite
ANZEIGE