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Fußball: Bezirksliga 9

Jetzt erst recht – Union Lüdinghausen vs. FC Nordkirchen

Lüdinghausen

Für beide Teams geht es um viel im Nachbarschaftsduell am Sonntag (8. Mai), 15 Uhr, auf dem Westfalenring. Der FC Nordkirchen will – endlich – aufsteigen, Gastgeber Union Lüdinghausen unbedingt die Klasse halten, wie 08-Coach Daniel Schürmann betont.

Von und

Beim 0:3 Im Hinspiel wurden Foto: flo

Am Sonntag (8. Mai), 15 Uhr, hat Fußball-Bezirksligist Union Lüdinghausen den FC Nordkirchen zu Besuch. Vor dem Duell mit dem Erzrivalen, der, falls Mengede mitspielt, schon morgen die Meisterschaft feiern kann, sprach unser Redaktionsmitglied Florian Levenig mit 08-Coach Daniel Schürmann.

Reden wir über das Derby.

Schürmann: Welches Derby? Gibt’s beim FCN überhaupt jemanden, der tatsächlich aus Nordkirchen kommt (lacht)?

Punkt für Sie. Falls aber Nordkirchen den Titel perfekt macht: Haben Sie vorsorglich Blumen besorgt?

Schürmann: Nö. Wir brauchen schließlich jeden Zähler – egal, wie der Gegner heißt.

Es wäre ja auch ziemlich frustrierend für Union, stiege der FCN ausgerechnet am Westfalenring auf.

Schürmann: Und umgekehrt gäbe es doch für uns nichts Schöneres, als dem Gegner die vorgezogene Meisterfeier zu verderben.

Bloß: mit welchem Personal?

Schürmann: Das ist in der Tat unsere wunde Stelle. Ich will gar nicht im Einzelnen aufzählen, wer alles verletzt, angeschlagen, erkrankt oder verhindert ist. Nur so viel: Im Abwehrzentrum und auf der Sechs sind wir ziemlich blank.

Worauf wird es am Sonntag ankommen?

Schürmann: Möglichst wenige Fehler zu machen. Und Luftkämpfe vermeiden, da haben Joachim Mrowiec, Florian Fricke und Co. klare Längenvorteile.

08-Coach Daniel Schürmann setzt am Sonntag auf „Nadelstiche hier und da“. Foto: flo

Hat der FCN überhaupt irgendeine Schwäche?

Schürmann: Leider nein. Sie haben die wenigsten Tore kassiert und mit Abstand die meisten geschossen. Selbst wenn es mal nicht so läuft wie im Spiel gegen Stockum: Dann kommt nach einer Stunde Marcel Stiepermann rein und macht die beiden entscheidenden Buden.

Trotz der unfassbaren Qualität, die Nordkirchen vorne hat: Im Sechzehner eingraben wird sich Ihr Team nicht, oder?

Schürmann: Sicher nicht, dann wäre es nur eine Frage der Zeit, bis der Gegner zuschlägt. Wir müssen versuchen, über Niklas Hüser oder Mirkan Düzgün, unsere schnellen Außen, hier und da Nadelstiche zu setzen.

Wie ist eigentlich die Stimmung im Team nach den jüngsten Nackenschlägen?

Schürmann: Überraschend gut. Klar muss man so ein Spiel wie in Waltrop mit dem späten Treffer – wenn‘s denn einer war – erstmal verdauen. Aber beim Training in der Woche war dann schon wieder diese Jetzt-erst-recht-Stimmung zu spüren.

Nach Nordkirchen warten mit Mengede und Roj zwei weitere Top-Teams. Wie groß kann da überhaupt die Zuversicht sein, die Klasse zu halten?

Schürmann: Roj ist ein Brocken, keine Frage. Aber bei Mengede scheint komplett der Faden gerissen. Außerdem haben wir das Team in der Hinrunde in einem begeisternden Match geschlagen. Wir glauben weiter an den Nichtabstieg und werden alles dafür tun. In die Karten könnte uns spielen, dass wir die Situation aus den Vorjahren kennen. Dass wir wissen, was zu tun ist.

Und wenn es am Ende doch nicht reicht?

Schürmann: Dann geht die Welt trotzdem nicht unter.

Blesz angeschlagen

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