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Fußball: Remis im Ortsderby, 2500 Euro für Ferien-Camp

Kein Sieger, viele Gewinner

Lüdinghausen

Bezirksligist Union Lüdinghausen und Fortuna Seppenrade (Kreisliga A) trennten sich in einem Vorbereitungsspiel am Westfalenring – schiedlich, friedlich – 1:1 (0:1). Wichtiger als das Endergebnis waren eh andere Dinge.

Von Florian Levenig

Mathis Wichmann (am Ball) misst sich hier mit Ex-Unionist Achim Wischnewski. Florian Hüser (v.l.), Jan Autering und Bastian Blechinger beobachten die Szene. Das wichtigste Ergebnis des Tages verkündete Werner Stattmann (kl. Bild). Foto: flo

So etwas wie leise Misstöne kamen nur in der Schlussminute des Vorbereitungsspiels zwischen Union Lüdinghausen und Fortuna Seppenrade auf. Bastian Blechinger war nach Ansicht der Schwarz-Gelben elferreif in der Box gelegt worden. Dass die Pfeife des Referees stumm blieb (und Blechingers Versuch am Pfosten landete), passte aber letztlich eh besser zu diesem im besten Sinne freundschaftlichen Vergleich und dem wunderbaren harmonischen Rahmen. 1:1 (0:1) trennten sich – schiedlich, friedlich – die Ortsrivalen.

Das wichtigste Ergebnis des Tages verkündete Werner Stattmann. Foto: Foto: flo

Das viel wichtigere Ergebnis hatte ohnehin Union-Vorstandsmitglied Werner Stattmann noch während der Benefizpartie bekanntgegeben: 2500 Euro, aufgerundet von beiden Klubs, waren an Spenden der gut 300 Besucher zusammengekommen. Über die Summe freuen darf sich die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) Selm, die mit dem Geld ein Ferien-Camp für Betroffene aus den Hochwassergebieten ausrichtet.

Bei strahlendem Sonnenschein – das Unwetter hatte eigens einen Bogen um die Steverstadt gemacht – gab es indes einen weiteren Grund zum Feiern: die Freigabe des für 100 000 Euro runderneuerten Hauptplatzes am Westfalenring – wie ein Kunstrasen, nur mit echten Grashalmen, so das einhellige Urteil der Anwesenden.

Gut 300 Besucher ließen sich das Lokalderby nicht entgehen. Foto: Foto: flo

Bürgermeister Ansgar Mertens betonte, dass sich der Aufwand in jeder Hinsicht für die Stadt gelohnt habe, da ja nicht nur die Union-Fußballer, sondern auch andere 08-Abteilungen des Vereins und der Schulsport die kommunale Anlage fortan nutzten. Michael Schnaase, der Gesamtvorsitzende des SC Union, fand, dass das schicke neue Grün, das zweite Kunststofffeld ein paar Meter weiter (soll im Spätsommer seiner Bestimmung übergeben werden) und nicht zuletzt die just fertiggestellte Halle an der Konrad-Adenauer-Straße die „Sportstadt Lüdinghausen entscheidend aufwerten“.

Das tun auch Union und die Fortuna, die den Fans am Samstagnachmittag einen flotten Kick boten. Der gastgebende Bezirksligist, bei dem fünf Mann in der Startelf standen, die erst in diesem oder dem vergangenen Jahr das Seniorenalter erreicht haben, bestimmte das Geschehen in Hälfte eins. Das Tor aber, eine Koproduktion der beiden auffälligsten Seppenrader, fiel auf der Gegenseite: Youngster Sven Majewski traf nach Tammo Harders Zuspiel (4.). Den verdienten Ausgleich markierte ein weiterer junger Wilder, Mirkan Düzgün, nach exakt einer Stunde.

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