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Volleyball: Regionalliga West

Lenkt das Geschehen automatisch – Lethaus’ Führungsrolle

Lüdinghausen

Der Wechsel im Sommer, von Zweitligist Skurios Volleys Borken zu Union Lüdinghausen, war durchaus überraschend. Bereut hat ihn Felice Lyn Lethaus bislang nicht – obwohl ihr Team, zumindest punktemäßig, noch zulegen muss.

Von Florian Levenig

Nur die Punkte fehlen: 08-Stellerin Felice Lyn Lethaus beim Aufschlag an ihrer neuen Wirkungsstätte. Foto: Christian Besse

Zwei Dinge wusste Felice Lyn Lethaus – anders als ihre neuen Mitspielerinnen – bereits, bevor sie im vergangenen Sommer bei Volleyball-Regionalligist Union Lüdinghausen anheuerte. Erstens: Mannschaften von Suha Yaglioglu sollte man tunlichst nicht abschreiben, egal wie trostlos der Blick auf die Tabelle zwischenzeitlich erscheinen mag. Und zweitens: Die Position, auf der man in jungen Jahren ausgebildet wurde, ist für Yaglioglu eher ein grober Orientierungswert denn in Stein gemeißelt. „Außer Libera“, lacht die gelernte Stellerin, „habe ich bei Suha schon so ziemlich alles gespielt.“

Das war in der Jugend sowie später bei den Seniorinnen des ASV Senden so und habe sich in den paar Monaten, seit Lethaus in der Steverstadt serviert, nicht geändert: „Suha fordert von allen eine gewisse Flexibilität. Womit wir nicht nur den Gegner überraschen können. Es hilft auch im Training – gerade wenn man, wie Union, einen kleinen Kader hat.“ Übungsformen seien dann trotzdem möglich – selbst wenn mal eine Schnell-, Außen- oder Diagonalangreiferin erkranke oder verhindert sei.

Auf Anhieb Führungsspielerin

Obwohl erst 20 Jahre jung, zählt die Zuspielerin laut Yaglioglu zum uneingeschränkten Führungszirkel. Lethaus, aber auch Kapitänin Lara-Marie Grössing, die neue Außenangreiferin Marianna Sharafutdinova oder Marleen Beuers hätten schon ein besonderes Standing innerhalb des Teams. Weil sie entweder ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hätten als der Rest oder, „wie in Lizzys Fall, sie schon in der zweiten und dritten Liga gespielt hat. Das sind Erfahrungen, die ihr ebenso helfen wie der Mannschaft. Deshalb kann sie auch mit Druck vielleicht etwas besser umgehen als die Jüngeren.“

Denn Druck, räumt Lethaus ein, sei schon da nach den vielen Niederlagen zu Beginn der Spielzeit. Wobei: „Es gab nur ganz wenige Partien, in denen wir wirklich schlecht und entsprechend chancenlos waren.“ Nur fehlten halt die Punkte.

Sonntag nachlegen

Umso wichtiger sei es, in den abschließenden beiden Duellen der Normalserie mit Hörste 2 (jetzt Sonntag, 17 Uhr, daheim) und Bielefeld (sechs Tage drauf, auswärts) Zählbares für die Abstiegsrunde mitzunehmen.

Eine Sonderrolle, Lethaus ist das wichtig, beanspruche sie nicht. Eher ergebe sich diese ein Stück weit positionsbedingt: „Als Zuspielerin lenkst du das Geschehen auf dem Parkett ja beinahe automatisch.“ Wenn sie nicht gerade, siehe oben, den Außen-/Annahme-Posten bekleidet.

Die Laune dürfte nach dem überzeugenden 3:0-Sieg kurz vor Weihnachten gegen Gladbeck blendend sein. Oder? „Ja, schon. Wobei die Stimmung im Team auch vorher gut war. Suha weiß einfach in jeder Situation, was zu tun ist. Wie er die Spielerinnen mitnehmen kann. Außerdem hatten wir zuletzt weniger Personalprobleme als am Anfang der Saison.“ Und: Mit Ex-VCO-Frau Sharafutdinova sei noch mal „richtig viel Qualität dazugekommen“.

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