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Fußball: EM-Interview

Lüdinghauserin Simone Papa ist ganz allein unter Italien-Fans

Lüdinghausen

Im Hause Papa in Lüdinghausen sind die Tifosi klar in der Mehrheit. Der Vater und die fünf Kinder drücken bei der EM in Frankreich Italien die Daumen. Mama Simone hat es nicht leicht in diesen Tagen.

Ralf Aumüller

Simone Papa betreut die Damenmannschaft des SC Union. Foto: SC Union Lüdinghausen

Simone Papa hat in dieser Woche einen schweren Stand zu Hause – aber nur wegen der Fußball-EM. Die 51-jährige Lüdinghauserin, Betreuerin der Union-Damen, hat einen italienischen Mann und fünf Kinder. Die drei Mädchen und zwei Jungen im Alter von 18 bis 27 Jahren besitzen beide Staatsbürgerschaften.

Was ist bei Ihnen los während der EM?

Papa: Beim Italien-Spiel war es hier bei uns zu Hause ausverkauft, beim Deutschland-Spiel war ich fast allein. In den Adern unserer Kinder fließt doch mehr italienisches Blut, als ich gedacht habe. Sie sind alle für Italien. Mir ist es eigentlich egal, der Bessere soll gewinnen.

Wo werden Sie sich das Spiel Deutschland gegen Italien am Samstag anschauen?

Papa: Auf dem Abiball meines Sohnes. Dort soll auch Fußball übertragen werden. Wenn nicht, dann muss ich leider für das Spiel nach Hause fahren. Zu Hause haben wir bislang fast sämtliche EM-Spiele gesehen, und dieses Spiel will ich natürlich nicht verpassen.

Was für ein Spiel erwarten Sie?

Papa: Ich glaube, es wird ein ausgeglichenes Spiel. Ich befürchte, dass es zum Elfmeterschießen kommt – und Italien gewinnt. Ich hoffe auf Deutschland, der Rest meiner Familie hofft auf Italien.

Simone Papa tippt das Viertelfinale:

Polen - Portugal 1:0

Wales - Belgien 1:2

Deutschl. - Italien 4:5

Frankreich - Island 2:1

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